GDV-Statistik zur BU-Versicherung

Mehr als drei Viertel aller Anträge werden bewilligt

Mit einer Versicherung gegen Berufsunfähigkeit werden die meisten finanziellen Folgen eines Verlusts der Arbeitskraft gemildert. Nicht jedem Antrag auf Leistung wird dabei stattgegeben, aber in 78 Prozent der Fälle schon. Das erklärt der Branchenverband GDV auf Basis seiner aktuellen Statistik zum Thema.
© GDV
Die Mehrzahl der Leistungsanträge bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung würden bewilligt, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

78 Prozent aller Leistungsanträge in der Berufsunfähigkeitsversicherung werden bewilligt. Der häufigste Grund für eine Ablehnung besteht in 43 Prozent der Fälle darin, dass die Berufsunfähigkeit den vereinbarten Grad –  meistens beträgt er 50 Prozent – nicht erreicht. Weitere rund 15 Prozent der Anträge werden abgelehnt, weil sich der Kunde für einen längeren Zeitraum nicht mehr meldet. Die „Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht“ ist in 10 Prozent der Fälle für eine Ablehnung ausschlaggebend. Im Schnitt dauert der gesamte Antragsprozess 110 Tage.

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Das hat eine Umfrage des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unter Mitgliedsunternehmen, die für einen Marktanteil von rund 80 Prozent stehen, ergeben. So habe ein Versicherter im Jahr 2016 durchschnittlich insgesamt 7.686 Euro aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten, und damit rund 2 Prozent mehr als 2015. 

Bei den neu abgeschlossenen Verträgen sind jetzt durchschnittlich jährliche Leistungen von 10.607 Euro versichert. Dabei sind nicht nur die Werte eigenständiger BU-Verträge berücksichtigt, sondern auch die Leistungen aus Zusatzbausteinen etwa als Ergänzung einer Risikolebensversicherung.

Die Statistik des GDV war in den vergangenen Jahren allerdings immer mal wieder auf Kritik von Maklern gestoßen. Ein Beispiel dafür können Sie hier nachlesen.

Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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