Arbeitskraftabsicherung

Gros der Menschen unterschätzt Risiko für Berufsunfähigkeit

„Ich habe keinen riskanten Job – also ist mein Risiko, berufsunfähig zu werden, gering.“ Dieser Irrglaube hält sich hartnäckig bei vielen Menschen hierzulande. So offenbart eine aktuelle Studie, dass 66 Prozent der Deutschen, die ihr BU-Risiko als gering einstufen, ihren risikoarmen Job als Grund für ihre Einschätzung angeben. Die Details.
© Pixabay
Berufsunfähigkeit trifft vor allem Menschen mit einen körperlich anstrengenden Beruf – das glauben viele Menschen hierzulande. Stimmen tut es nicht. Denn psychische Probleme können etwa Büroarbeiter treffen.

72 Prozent der Menschen in Deutschland unterschätzen ihr eigenes Risiko, berufsunfähig zu werden. Und das liegt vor allem am eigenen Job. Denn zwei Drittel der Menschen, die ihr BU-Risiko unterschätzen, geben an, ´keinen Beruf mit hoher körperlicher Belastung auszuüben.

Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage unter 1.510 Deutschen im Auftrag des Direktversicherers Cosmos Direkt. Dass eine der Hauptursachen für Berufsunfähigkeit heutzutage psychische Probleme sind, scheint bei den Menschen noch nicht angekommen zu sein.

Zusätzlich zum Beruflichen spielen auch private Gründe bei der eigenen Risikoeinschätzung eine Rolle. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent), die für sich ein (sehr) geringes Risiko einer Berufsunfähigkeit sehen, stufen ihr Risiko geringer ein, weil sie keine risikoreichen Hobbys haben.

Auch die Ernährung und Lebensweise sind von Bedeutung: Jeweils 49 Prozent geben an, dass sie ausgeglichen sind und gut mit psychischen Belastungen umgehen können. Zudem schätzen sie ihr Risiko (sehr) gering ein, weil sie sich gesund ernähren, nicht rauchen und wenig Alkohol trinken. Andere hingegen begründen ihre niedrige Risikoeinschätzung für eine Berufsunfähigkeit mit ausreichender Bewegung (44 Prozent).

34 Prozent der Umfrageteilnehmer, darunter besonders jene zwischen 18 und 24 Jahren, verlassen sich auf ihr Alter und ihre Gesundheit und vermuten daher, dass sie von einer Berufsunfähigkeit nur wenig gefährdet sind.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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