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Pangaea-Chef Daniel Regensburger

„Unser Vorteil ist, dass wir nicht verkaufen müssen“

Die Strompreise sind zuletzt kräftig gefallen, und die Immobilienpreise auch. Müssen sich Anleger der Pangaea-Life-Fonds Blue Energy und Blue Living nun auf harte Zeiten einstellen? Pangaea-Life-Geschäftsführer Daniel Regensburger beruhigt die Pferde, schildert die Lage und erklärt, wie man mit einem Großspeicher Geld verdienen kann.
Pangaea-Life-Chef Daniel Regensburger gibt Auskunft über neue Investments im Pangaea Blue Energy und Pangaea Blue Life
© Pangaea Life
Pangaea-Life-Chef Daniel Regensburger gibt Auskunft über neue Investments im Pangaea Blue Energy und Pangaea Blue Life

Pfefferminzia: Lassen Sie uns über den Pangaea-Fonds „Blue Energy“ reden. Wie ist dort die Lage, nachdem die Strompreise zuletzt wieder gefallen sind?

Daniel Regensburger: Es gab tatsächlich durch die Strompreise einige Wertschwankungen, zunächst zu Beginn des Ukraine-Kriegs nach oben, dann bis zum Frühjahr 2024 sogar mit Übertreibung nach unten. Aus unserer Perspektive kehren wir gerade auf Normalniveau zurück, sodass wir uns von diesem guten Ausgangspunkt schwankungsarm aufwärts entwickeln möchten.

Woran machen Sie einen „guten Ausgangspunkt“ fest?

Regensburger: Die Inflation ist schon fast wieder auf Zielniveau, das Zinsniveau kommt aber eher langsam zurück. Bis auf einen kleinen Schritt war da noch nicht viel. Diese Lücke zwischen Inflation und Zins könnte sich für den Einstieg als günstig erweisen, vor allem, wenn man berücksichtigt, dass die Energienachfrage steigt. Dafür könnte ich einige Beispiele nennen.

Eins reicht mir.

Regensburger: (lacht) Gut, dann nehme ich das Buzzword „Künstliche Intelligenz“ und die dafür genutzten Chips, die dazulernen. Elon Musk hat diesbezüglich sogar angekündigt, dass wir 2025 wegen der hohen Energienachfrage durch KI flackernde Lichter sehen werden. Ob das wirklich so kommt, wissen wir in einigen Monaten, aber die Nachfrage ist nicht von der Hand zu weisen.

„Das größte Wasserkraftportfolio in Skandinavien“

Dann gibt es offenbar wirklich einiges zu tun. Was haben Sie denn im Blue Energy zuletzt gekauft?

Regensburger: Wir sind schon lange große Freunde der Wasserkraft. Leider sind aber die besten Investitionsplätze weltweit schon vergriffen oder sehr teuer. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir ins größte Wasserkraftportfolio in Skandinavien einsteigen konnten. Das sind über 200 Anlagen. Wir konnten einsteigen, weil noch neue Anlagen hinzugebaut und finanziert werden. Wir finanzieren diese neuen Anlagen mit, im Gegenzug wird unser Blue Energy aber an allen Anlagen beteiligt. Ein weiteres Projekt haben wir in Deutschland gezeichnet.

Aber keine Wasserkraft, oder?

Regensburger: Nein, es ist ein Batteriespeicher.

„Entschädigung, weil die Windräder keinen Strom erzeugen durften“

Das klingt ja erstmal aufregend. Aber wie wollen Sie damit Geld verdienen?

Regensburger: Ist Ihnen mal aufgefallen, dass die Windräder in Norddeutschland manchmal stillstehen, obwohl Wind weht?

Ja, weil sie sonst zu viel Strom erzeugen.

Regensburger: Genau. Und weil dann das Netz überlastet wäre. Wenn man aber einem Windradeigentümer den Strom ausknipst, hat er Anspruch auf Entschädigung vom Netzbetreiber. Das waren 2022 laut Bundesnetzagentur über 600 Millionen Euro. Reine Entschädigung, weil die Windräder keinen Strom erzeugen durften.

Und wenn es Speicher gibt, ist das nicht mehr nötig.

Regensburger: Dann kann weiter erzeugt werden und der Strom fließt in die Speicher. Der Speicherbetreiber nimmt dafür weniger Geld vom Netzbetreiber als die Entschädigung an die Windradbetreiber betragen hätte. Der Speicherbetreiber bekommt also im besten Fall sogar Geld dafür, dass er Energie aufnimmt. Manchmal kann er auch Stromüberschüsse günstig aufkaufen und etwas später teurer wieder verkaufen. Künstliche Intelligenz hilft dabei, die Muster im Strommarkt zu erkennen und zu nutzen. Sie lernt, wann und wo genau welcher Strom gebraucht wird. In Belgien haben wir so einen Speicher schon in Betrieb, das funktioniert sehr gut.

Seite 2: 25 Euro Miete je Quadratmeter – anstatt der geplanten 15,50 Euro

Dann möchte ich jetzt gern wissen, was es beim Pangaea Blue Living Neues gibt. Gerade jetzt, in der Immobilienkrise.

Regensburger: Einer unserer Vorteile ist, dass wir nicht verkaufen müssen. Wir entwickeln mit unseren Partnern Wohnquartiere, behalten sie dann im Fondsportfolio und vermieten sie. Krise hin oder her, wir erleben in Deutschland einen wahnsinnigen Mangel an Wohnraum. Menschen kommen nach Deutschland und brauchen nun mal ein Dach überm Kopf.

„400.000 neue Wohnungen jedes Jahr“

Haben Sie das auch in Zahlen?

Regensburger: Die Bundesbauministerin Klara Geywitz sagte, dass wir 400.000 neue Wohnungen brauchen, und zwar jedes Jahr. 2023 wurden gerade mal 250.000 Wohnungen genehmigt. Das heißt also noch nicht mal, dass die auch wirklich gebaut werden.

Es ist nur der Vorlauf.

Regensburger: Und der ist in diesem Jahr noch einmal eingebrochen.

Und wo bauen Sie?

Regensburger: Wir versuchen dort zu bauen, wo die Nachfrage hoch und das Angebot knapp ist. Wir haben zum Beispiel in Berlin gerade bei einem Projekt den ersten Abschnitt fertiggestellt, er wird nun vermietet. Geplant war er vor drei Jahren mit 15,50 Euro Kaltmiete je Quadratmeter. In Wirklichkeit wird es jetzt mit 25 Euro vermietet.

„Die Mieter sparen auch einiges an Energiekosten“

Klingt glatt nach Prenzelberg.

Regensburger: Es ist aber in Tegel, nahe beim Tegeler See. Sogar dort gibt es solche Mieten. Ich muss allerdings auch dazusagen, dass die Wohnungen sehr nachhaltig gebaut sind. Die Mieter sparen also auch einiges an Energiekosten. Für unsere Investmentfonds ist die Kaltmiete aber wichtig, weil sie für die Einnahmen sorgt. Nachhaltig zu bauen ist nicht nur ökologisch, sondern ökonomisch sinnvoll.

Sie sind aber nicht nur in Deutschland aktiv.

Regensburger: Wir bauen auch in den USA, im Sunbelt, also den warmen, sonnigen, südlichen Staaten. Wir haben Projekte in Miami und Dallas und sehen nun, dass recht viele Unternehmen ihre Sitze dorthin verlegen. Unser Grundstück in Dallas ist beispielsweise gerade einmal 400 Meter von der Börse in Texas entfernt. Da entstehen Arbeitsplätze und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer benötigen für ihre Familien ein zu Hause.

Energie dürfte es dort jedenfalls genug geben.

Regensburger: Das ist wirklich kein Problem. Man muss auch die Häuser nicht wirklich dämmen, weil es warm genug ist. Stattdessen geht es darum, Wasser richtig zu nutzen und in den Kreislauf zurückzuführen. Wir müssen die Gebäude richtig mit Jalousien und ähnlichem verschatten. Es ist tatsächlich einiges anders als in Deutschland. Aber nachhaltig sind die Gebäude auch dort.

Dann wünschen wir weiter viel Glück beim Bauen und danken für das Gespräch.

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