Pfefferminzia: Welchen Ansatzpunkt zur Optimierung eines Internetauftritts übersehen Betreiber oft?
Alexander Mayrhofer: Um eine Homepage zu optimieren, gibt es viele Ansatzpunkte, die von den zuständigen Administratoren bearbeitet werden können. Das sind technische Feinheiten oder auch Optimierungen des Webservers. Ein wichtiger Punkt ist das Domain-Name-Service (DNS) und damit der Bereich, der für die Adressierung sorgt und sozusagen den Weg im Internet zur gewünschten Seite findet. Dieser Teil wird oft vernachlässigt, auch, weil er zumeist extern läuft. Dabei kann eine Seite hier mit ein paar Stellschrauben schneller, stabiler und ausfallsicherer gemacht werden.
Warum ist das DNS so wichtig?
Internet Service Provider und Betreiber einer eigenen Homepage wissen um die Bedeutung ihrer gesamten EDV-Infrastruktur. Doch ohne das DNS läuft einfach gar nichts im Internet. Bei einem Angriff auf den Name-Server, zum Beispiel durch sogenannte DoS- oder DDoS-Attacken – also wenn von Cyber-Kriminellen gezielt so viele Anfragen gestellt werden, dass diese nicht mehr bearbeitet werden können und ernsthafte Aufrufe der Seite keine Chance mehr haben – kann die Website mit allen Services stark beeinträchtigt werden. Die Seite wird langsamer und fällt im schlimmsten Fall komplett aus. Das gilt dann im Übrigen auch für den E-Mail-Verkehr. Man könnte sagen, das DNS ist wie ein Wegweiser durchs Internet: Wenn es überlastet ist, fehlt die Information, wohin eine Anfrage geleitet werden soll.
Und das bedeutet für die Versicherungsbranche?
Ein Reputationsverlust des Unternehmens oder auch ein wirtschaftlicher Schaden sind in solchen Fällen schnell entstanden. Versicherer, Pools, Vertriebe und Makler arbeiten bereits sehr viel mit Online-Angeboten. Sei es ein Vergleichsrechner, die Angebotsübermittlung, eine Vertragsänderung oder die Meldung eines Schadenfalls. Für Vermittler, die bei einem Kunden gerade eine Beratung durchführen und die Seite des Versicherers nicht mehr erreichen, kann das den Abschluss vereiteln. Das ist sicher das schlechteste Szenario. Aber so oder so wirkt es nicht sehr professionell, wenn heutzutage noch der Internet-Auftritt des Versicherungsunternehmens unterbrochen ist. Kunden erwarten einfach eine ständige Verfügbarkeit und die technischen Möglichkeiten können das auch gewährleisten.
Wie kann diesem Ausfall des DNS und damit der Homepage vorgebeugt werden?
Zum Beispiel mit unserem RcodeZero DNS basierend auf Anycast-Technologie. Dafür muss die bestehende Infrastruktur nicht umfangreich und mit hohen Investitionskosten ausgebaut werden. Denn es handelt sich dabei um eine alternative, stabilere Adressierungsart im Internet: Um die Adresse, die sich hinter dem Namen der Website verbirgt, anzusprechen, stehen eine ganze Reihe verschiedener Rechner weltweit zur Verfügung. Wird nun die Seite angesteuert, geschieht das vom nächstgelegenen Standort aus. Fällt der aus oder ist er überlastet, antwortet automatisch der nächste Rechner und so weiter. Ein Wegfall aller Server ist extrem unwahrscheinlich und so kann sichergestellt werden, dass der Internet-Auftritt immer schnell und stabil läuft. Im Prinzip könnte man sagen, ein DNS ohne Anycast ist wie eine Hausratversicherung ohne Einbruchschutz oder eine Vollkaskoversicherung, die nur Schäden einer Teilkaskoversicherung übernimmt.
Wie wird Anycast implementiert?
Am einfachsten geht es über den Internet-Service-Provider. Viele davon haben ihre DNS-Infrastruktur ausgelagert, um damit auf dem technologisch neuesten Stand zu sein. Sie können RcodeZero DNS problemlos über eine API oder ein Web-Interface verwalten und ihren Kunden im Hintergrund zur Verfügung stellen. Aber auch Unternehmen wie Versicherungskonzerne oder Fintechs können ihre DNS-Infrastruktur an uns auslagern und somit eine maximale Verbesserung mit minimalem Aufwand erreichen. Sie brauchen sich um nichts zu kümmern, wir sorgen für ein rund um die Uhr ausfallsicheres DNS. Monitoring, Statistiken und Support sind dabei natürlich inklusive.
Zu welchen Konditionen bieten Sie die Anycast-Technologie an?
Den Kunden stehen vier Pakete zur Auswahl. Die Variante Starter kostet 19 Euro monatlich und beinhaltet fünf Zonen, also Domain-Namen. Für das Paket Medium sind es pro Monat 49 Euro, bei Large 119 Euro und bei Pro 229 Euro. Jeweils mit enthalten sind neben dem Support auch Auswertungen und jede Menge zusätzliche Services. Interessierte können das jeweilige Paket kostenlos und unverbindlich einen Monat lang testen, das geht einfach per Online-Anmeldung auf www.rcodezero.at. Dort gibt es auch ein tolles Erklärvideo zur Anycast-Technologie.