Mit SMARTpension® bieten Sie eine neue bAV-Lösung über den Durchführungsweg der Unterstützungskasse an. Welche Vorteile bietet eine Unterstützungskasse generell?
Fabian von Löbbecke: Die Unterstützungskasse ist einer von fünf möglichen Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Sie organisiert als unabhängige Versorgungseinrichtung die Versorgungszusage für Arbeitgeber und betriebliche Versorgungsleistungen für deren Arbeitnehmer. Zu ihren Besonderheiten zählt, dass sie die Möglichkeit bietet, auch größere Versorgungslücken effizient zu schließen, ohne steuerliche Deckelung und ohne die Bilanz des Arbeitgebers zu belasten. Dabei unterscheidet man kapitalmarktorientierte Unterstützungskassen, die Zuwendungen zum Aufbau der Versorgung frei investieren und rückgedeckte Unterstützungskassen, die die vom Arbeitgeber zugesagten Versorgungen in der Regel vollständig durch Versicherungen rückdecken.
Sie haben mit SMARTpension® ein neues Produktkonzept entwickelt. Wie ist dieses konkret konzipiert?
Alexander Siegmund: SMARTpension® kombiniert die beiden möglichen Finanzierungsformen so, dass die Vorteile maximiert und die Nachteile minimiert werden. In der Ansparphase fließen die Beiträge in die Rückdeckungsversicherung von HDI. Die Arbeitgeberbeiträge sind in nahezu unbegrenzter Höhe steuer- und sozialabgabenfrei und voll als Betriebsausgaben abziehbar. Beiträge des Arbeitnehmers sind bis zu 4 Prozent der Renten-Beitragsbemessungsgrenze West von der Sozialversicherung befreit. Mit dem Eintritt in die Rente wechselt das Finanzierungssystem innerhalb der Unterstützungskasse und wird kapitalmarktorientiert. Die Ablaufleistung der Rückdeckungsversicherung wird von der Unterstützungskasse, dem Versorgungswerk der deutschen Wirtschaft e. V. (VdW), in Fonds investiert. Das VdW überweist als Rente monatliche Entnahmen aus dem Vermögen an den Arbeitnehmer.
Wie steht SMARTpension® im Leistungsvergleich zu konventionellen bAV-Lösungen da?
Siegmund: Arbeitnehmer erhalten mit SMARTpension® für einen definierten bAV-Beitrag 25 bis 50 Prozent mehr Rente als bei konventionellen bAV-Lösungen. Aus Arbeitgeberperspektive lässt sich eine gleich hohe Rente mit SMARTpension® bis zur Hälfte günstiger finanzieren als bei konventionellen bAV-Lösungen. Das gelingt, weil Unterstützungskassen realitätsnähere Rechnungsgrundlagen nutzen dürfen als Lebensversicherer und zudem in der Kapitalanlage freier als Lebensversicherer sind. Die Kalkulation geht von einer Lebenserwartung von 93 Jahren und einem Rechnungszins in Höhe von 2,5 Prozent in der Rentenphase aus.
In welche Fonds wird investiert?
Siegmund: Die freie Kapitalanlage wird digital in eine passive Anlagestrategie investiert, daher sind Transaktions- und Verwaltungskosten niedrig. Es stehen vier verschiedene Anlagestrategien mit vorgegebener Vermögensaufteilung zur Auswahl. Im Rahmen des Weltmarktportfolios sind 2.500 ETFs wählbar. Durch die digitale Vermögensverwaltung erhält der Arbeitgeber jederzeit Einsicht in die Wertentwicklung. Alternativ kann der Arbeitgeber aber auch sein eigenes Anlagekonzept in der Rentenphase einbringen.
Stichwort realitätsnahe Rechnungsgrundlagen: Sie kalkulieren mit einer Lebenserwartung von 93 Jahren. Was passiert, wenn der Versicherte älter wird?
Siegmund: Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf eine lebenslange Rente. Gleichzeitig wird das Vorsorgevermögen in der Rentenphase sukzessive verbraucht. Wird der Arbeitnehmer älter als angenommen oder erfüllen sich die Rendite-Erwartungen in der Rentenphase nicht, springt der Arbeitgeber ein. Im umgekehrten Fall kommen dem Arbeitgeber Risikogewinne zugute, die er zum Beispiel verwenden kann, um die Anwartschaften anderer Arbeitnehmer zu „polstern“. Laut den Sterbetafeln des statistischen Bundesamts aus 2014/2016 kann ein 1998 geborener Mann übrigens damit rechnen, 86 Jahre alt zu werden. Gemessen daran bietet SMARTpension® noch einiges an Spielraum.
von Löbbecke: Lebensversicherungen sind per Gesetz an sehr viel vorsichtiger kalkulierte Lebenserwartungen gebunden als die Unterstützungskassen-Lösung SMARTpension®. Dazu eine kleine Anekdote. Ich frage Kunden gern, bis zu welchem Alter sie eine Betriebsrente ausgezahlt bekommen müssten, um das Gefühl zu haben, dass die bAV sich für sie gelohnt hat. Die meisten Antworten liegen im Korridor zwischen 85 und 90 Jahren. Die meisten Arbeitnehmer in Deutschland dürften sich mit dem Konzept SMARTpension® und der zugrunde liegenden Lebenserwartung von über 93 Jahren also gut abgesichert fühlen.
Wer ist die bevorzugte Zielgruppe für SMARTpension®?
Siegmund: Das sind grundsätzlich alle Arbeitnehmer, in der Praxis vor allem geschäftsführende Gesellschafter und Führungskräfte. Außerdem kann das Konzept bei der Auslagerung von Direktzusagen zum Einsatz kommen.
Mit welchen weiteren plakativen Vorteilen zu diesem Konzept können Berater ihre Kunden überzeugen?
Siegmund: SMARTpension® bietet eine effiziente und liquiditätsschonende Altersversorgung ohne Bilanzberührung. Der Finanzierungsbedarf für den Arbeitgeber ist deutlich geringer als bei klassischen Absicherungen. Weil alle Rechnungsgrundlagen schon bei Vertragsabschluss fest definiert sind, kann der Berater im Kundengespräch sowohl die spätere Rente als auch den Finanzierungsbedarf mit dem Taschenrechner auf den Cent genau ausrechnen. Das ist transparent und erleichtert die Beratung enorm. Der Rentenfaktor ist fest und beträgt im Standardtarif 37,86 Euro pro 10.000 Euro Vorsorgekapital. Individuelle Tarife können auf Wunsch für jedes Kollektiv kalkuliert werden. Alternativ zur Rente können Arbeitnehmer auch eine Kapitalzahlung wählen. Außerdem ist eine Hinterbliebenenversorgung integriert.
Welche weiteren Informationsmöglichkeiten für Berater bieten Sie an?
Siegmund: Wir haben für SMARTpension® eine eigene Informationswebseite unter https://smart-pension.de/ gestaltet. Unter http://smart-pension.de/starterpaket/ finden Sie auch ein Starterpaket mit allen Verkaufs- und Antragsunterlagen. Häufige Fragen zum Konzept und die zugehörigen Antworten haben wir unter https://ukasse.wiki/ zusammengestellt.
von Löbbecke: Aus meiner Sicht ist SMARTpension® ein tolles und besonders leistungsstarkes bAV-Versorgungskonzept, das nur auf den ersten Blick etwas komplex wirkt. Wer einen zweiten Blick riskiert, erkennt: In der Beratung lässt es sich sogar leichter erklären als andere bAV-Lösungen. Um SMARTpension® von Mensch zu Mensch zu erläutern, bieten Alexander Siegmund und der HDI-bAV-Spezialist Wolfgang Esser am 5. Juli ein gemeinsames Webinar an, zu dem sich alle interessierten Berater ab sofort online anmelden können.
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