Kfz-Versicherung

Verti will keine Fahranfänger versichern

Der Versicherer Verti – früher bekannt als Direct Line – bietet jungen Fahrern nur vergleichsweise teure Versicherungstarife an. Warum? Die Antwort gibt’s hier.
© dpa/picture alliance
Eine Fahrschülerin macht ihren Führerschein mit 17: Junge Autofahrer werden von dem Versicherer Verti mit teuren Tarifen abgeschreckt.

Viele Kfz-Versicherer bieten jungen Autofahrern Möglichkeiten an, mit denen sie ihre Beiträge verringern können. Der Potsdamer Onlineversicherer Verti (früher Direct Line) macht da nicht mit.

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„Junge Fahrer werden von vielen deutschen Kfz-Versicherern subventioniert, weil man sich Folgegeschäft verspricht“, so Paul Sooth, Finanzvorstand bei Verti, während eines Pressegesprächs in Berlin. Das könne sich die Verti als Monoliner nicht leisten.

Bei Verti gibt es für Fahrer bis 24 Jahre daher nur Tarife, die 2,5 Mal so teuer sind wie der Durchschnitt auf dem Markt. „Wer hingegen als junger Fahrer stark motorisiert, etwa mit einem 3er-BMW unterwegs ist, muss mit dem Faktor vier bei der Prämie rechnen“, sagt Sooth.

Bei Verti erhalten nur die Fahranfänger günstigere Tarife, die bereits durch den Familienwagen oder übers Carsharing Erfahrungen im Straßenverkehr gesammelt haben. Sooth erwartet außerdem auch, dass die Prämien ab 2018 bei allen Kfz-Versicherern steigen werden – um bis zu 3 Prozent.

Für die Zukunft des eigenen Unternehmens kündigte Verti-Vorstandsvorsitzender José Ramón an, sich mehr auf das Kfz-Gewerbegeschäft konzentrieren zu wollen. So sollen bald auch Kleintransporter Verti-Schutz bekommen können.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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