Es soll um nichts weniger gehen als die Zukunft der gebundenen Vertreter der Generali Lebensversicherung, berichtet die Süddeutsche Zeitung (SZ) am Donnerstag. Wie die SZ aus Unternehmerkreisen erfahren haben will, plant die Konzernleitung, ihre 3.200 Außendienstler „zumindest zum größten Teil in den Strukturvertrieb Deutsche Vermögensberatung (DVAG) einzubringen“.
Die Maßnahme ist demnach Teil des radikalen Konzernumbaus, den Generali-Deutschlandchef Giovanni Liverani anstrebt. Demnach sei ein Verkauf oder eine Stilllegung der Generali Lebensversicherung in München denkbar. Der Grund: Das Unternehmen sei „nicht wirklich konkurrenzfähig“, habe „hohe Altlasten aus früheren hohen Zinszusagen und bindet viel Kapital“.
„Was also tun mit den vielen Vermittlern?“, fragt sich die SZ. Der wahrscheinlichste Weg dürfte wohl so aussehen: Das Erbe der Generali Leben werde die Konzerntochter Aachen Münchener Leben antreten, die wiederum exklusiv an die DVAG gebunden ist. Insofern würde die Generali-Führung ihren Vertretern das Angebot machen, in die DVAG zu wechseln.
Mit Mitarbeiter-Übernahmen kennt sich die DVAG aus
Mit der Übernahme großer Vermittlerzahlen haben die Frankfurter jedenfalls schon Erfahrung: 2006 verleibte sich die DVAG den Außendienst der Aachen Münchener mit rund 2.000 Vermittlern ein. Sechs Jahre später folgten 320 Vertriebspartner der konzerneigenen Central Krankenversicherung.
Ob die Generali-Leben-Vertreter dem Beispiel folgen werden, wird spätestens am 28. September klar sein. Die Generali-Gruppe wollte hierzu bislang keine Stellung nehmen.
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