Neues Quartal, neuer Ärger

Hunderttausende Gesundheitskarten ungültig

Neuer Ärger um die elektronische Gesundheitskarte. Zum 1. Oktober hat die Betreibergesellschaft Gematik die erste Generation der Karten für ungültig erklärt. Das berichtet die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Welche Auswirkungen dies für Betroffene hat, erfahren Sie hier.
© dpa/picture alliance
Ein Mann hält eine Gesundheitskarten in den Händen: Seit Oktober sind viele Karten ungültig geworden.

Eigentlich soll die elektronische Gesundheitskarte den Praxen die Arbeit erleichtern, um die rund 70 Millionen Kassenpatienten in Deutschland besser und schneller versorgen zu können – und nun das: Mit den Karten der ersten Generation, den sogenannten G1-Karten, gibt es offenbar massive Probleme. Hunderttausende Karten können plötzlich nicht mehr von den Praxen eingelesen werden, weil diese zum 1. Oktober formell ungültig geworden sind – obwohl das Gültigkeitsdatum, das hinten auf der Karte steht, oft noch gar nicht abgelaufen ist.

Mehr zum Thema

Gesundheitsminister Gröhe geht auf Datenfang

„Zukünftig wollen wir auch Gesundheits-Apps und Big-Data-Anwendungen besser für die Gesundheitsversorgung nutzen“, sagt Bundesgesundheitsminister Hermann…

Der Murks mit der elektronischen Gesundheitskarte

Eigentlich sollten am 1. Juli 2018 alle Arztpraxen in Deutschland ein Lesegerät für die neuen…

Steht die elektronische Gesundheitskarte vor dem Aus?

Laut Medienberichten soll die Regierung über einen Ausstieg aus dem System elektronischer Gesundheitskarten (EGK) nachdenken.…

„Etliche G1-Karten sind nach ihrem Gültigkeitsdatum noch nicht abgelaufen, aber trotzdem ungültig“, erklärt die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KV) gegenüber der Rheinischen Post. Aktuell gültig sind demnach Karten der zweiten Generation mit dem Aufdruck „G 2“ – und um die Verwirrung komplett zu machen: Gültig sind dem Bericht zufolge auch Karten der Generation 1plus, die unglücklicherweise aber ebenfalls mit „G1“ gekennzeichnet seien und somit auch nicht von Lesegeräten erkannt werden – jedenfalls dann nicht, wenn es die Praxis versäumt hat, im August ein entsprechendes Software-Update durchzuführen.

Zahl der betroffenen Patienten unklar

Die KV rät nun betroffenen Ärzten, sich mit ihrem Betreiber in Verbindung zu setzen. Wie viele Patienten insgesamt betroffen seien, ist dem Bericht zufolge unklar. 

Die KBV erhebt nach eigenen Angaben keine solchen Zahlen.
Die KBV erhebt nach eigenen Angaben keine solchen Zahlen.
Die KBV erhebt nach eigenen Angaben keine solchen Zahlen.
Die KBV erhebt nach eigenen Angaben keine solchen Zahlen.

Immerhin soll keinem Patienten mit ungültiger Karte die Behandlung verweigert werden. Um zu verhindern, dass Ärzte dem Patienten dafür eine Rechnung schreiben, sollen Patienten bis zum Quartalsende Zeit bekommen, eine neue gültige Karte vorzulegen, heißt es seitens der Kassenärztlichen Vereinigung. Der Patient muss also rasch eine neue Karte beantragen oder prüfen, ob ihm die Krankenkasse diese nicht schon zugesendet hat.

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia