Kolumne

„Private Altersvorsorge muss überholt werden“

Ein einfaches, transparentes privates Altersvorsorgemodell – das fordert Martin Hermann, Senior-Portfoliomanager bei Berenberg. In einer Kolumne erklärt er, warum die Vorsorgemöglichkeiten in Deutschland nicht mehr zu den modernen Entwicklungen passen und was der Staat besser machen sollte.
© dpa/picture alliance
Rentner machen eine Pause: Laut Martin Hermann ist das deutsche Altersvorsorgemodell der modernen Entwicklung nicht gewachsen.

Das deutsche Altersvorsorgemodell hat seine Wurzeln bei Otto von Bismarck in einer Zeit vor über 100 Jahren. Trotz Anpassungen über die Jahre ist es nach Meinung von Martin Hermann, Senior-Portfoliomanager für Aktien im Asset Management bei Berenberg, den modernen Entwicklungen nicht mehr gewachsen. In einer Kolumne in der Wirtschaftswoche fordert er eine Anpassung.

Mehr zum Thema

Wie man in den Ruhestand, aber noch nicht in Rente geht

Können wir unseren Lebensstandard halten, wenn wir nicht mehr erwerbstätig sind? Welche Ausgaben können wir…

Jeder Fünfte schätzt sein Renteneintrittsalter auf 70 Jahre

Angela Merkel versprach im TV-Duell vor ein paar Wochen, dass es die Rente mit 70…

Riester-Versicherungen verlieren weiter an Boden

Wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) meldet, bestanden in Deutschland zum Ende des…

„Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein wichtiger Baustein in der Altersvorsorge, wird aber aufgrund heutiger Prognosen zu Beschäftigungs- und Produktivitätszuwachs nicht ausreichen, um den Lebensstandard und die soziale Stabilität zu sichern“, so Hermann.

Seine Lösung: die Stärkung der privaten Altersvorsorge sowie transparente und einfache Lösungen. Rürup und Riester seien zu komplex.

Stattdessen fordert Hermann, dass „alle Erwerbstätigen Zugang zu einer einheitlichen, privaten, kapitalgedeckten Rentenversicherung“ bekommen sollen.

„Anstelle von Förderungen und staatlichen Zulagen könnten direkte, steuerfreie Pauschalbeträge auf das Bruttogehalt angesetzt werden, um den Verwaltungsaufwand gering zu halten“, schreibt er in der Kolumne.

Allgemein, so Hermann, solle der Staat auf ein Versicherungsmodell verzichten. Die gesetzlich vorgeschriebenen Garantien seien bei Riester-Renten und der betrieblichen Altersvorsorge zu hoch.

Es sollte den Bürgern „eine Vielzahl an Anlageformen und Anlageklassen wie ETFs, Alternative Investments und Einzelaktien“ geboten werden. Damit würde sich der Wettbewerb erhöhen und der Anleger bekäme mehr Auswahl, so der Experte.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia