Laut Umfrage

Mehrheit der Deutschen ist für eine Bürgerversicherung

Die SPD will die Zwei-Klassen-Medizin abschaffen. Ihr Plan: eine Bürgerversicherung für alle. Die Bundesbürger scheinen nicht abgeneigt zu sein. Mehr als die Hälfte von ihnen ist der Idee gegenüber positiv gestimmt, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.
© Pixabay
Ärzte im OP-Saal: Die Deutschen finden die Idee einer Bürgerversicherung nicht schlecht.

Die Sozialdemokraten wollen eine Bürgerversicherung einführen. 61 Prozent der Deutschen finden die Idee auch gut. Das bestätigt eine aktuelle Yougov-Umfrage.

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Neben den SPD-Anhängern (72 Prozent) würden auch Wähler der Linken (75 Prozent), der Grünen (71 Prozent) und der AFD (70 Prozent) für die Einführung der Bürgerversicherung stimmen. Aber auch bei den CDU/CSU- und FDP-Wählern befürworten mehr als die Hälfte (51 Prozent beziehungsweise 53 Prozent) die Bürgerversicherung. 

Und das, obwohl die Mehrheit der Bundesbürger die Gesundheitsversorgung hierzulande im internationalen Vergleich als hoch einschätzt (56 Prozent). Auch ein Blick auf privat und gesetzlich Versicherte zeigt, dass beide Gruppen zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit ihrer Krankenversicherung sind (83 Prozent und 85 Prozent).

Privatversicherte überversorgt?

Allgemein sind Privatversicherte etwas zufriedener mit der Leistung ihrer Versicherung als gesetzlich Versicherte (82 Prozent versus 80 Prozent), jedoch deutlich unzufriedener mit den einhergehenden Kosten (55 Prozent versus 63 Prozent).

Ein Fünftel der Privatversicherten hat aber auch das Gefühl, regelmäßig oder bei fast jedem Arztbesuch überversorgt zu werden. Gleichzeitig gibt knapp ein Viertel der gesetzlich Versicherten an, sich regelmäßig oder bei fast jedem Arztbesuch unterversorgt zu fühlen.

So fühlen sich auch deutlich weniger gesetzlich Versicherte als Privatversicherte bestmöglich versichert (62 Prozent versus 77 Prozent) oder bestmöglich versorgt (69 Prozent versus 79 Prozent). 

Ungerechtigkeit im System

51 Prozent der Deutschen empfinden das Gesundheitssystem aber auch als ungerecht. Insbesondere Geringverdiener mit einem Einkommen von weniger als 1.500 Euro netto monatlich sehen das so (53 Prozent), während 58 Prozent der Gutverdiener (mehr als 3.500 Euro im Monat) anderer Meinung sind.

Weiterhin zeigt sich, dass die Deutschen im Gesundheitswesen auf Solidarität Wert legen.  

So stimmen über zwei Drittel (69 Prozent) der Aussage zu: „Es ist gerecht, wenn die, die mehr verdienen, die Gesundheitsversorgung derjenigen mitbezahlen, die weniger verdienen.“ Im Gegensatz dazu lehnen 56 Prozent die Aussage ab, dass diejenigen, die mehr in die Kasse einzahlen, auch mehr bekommen sollten.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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