Cyber-Angriff

Wenn der Smart-Fernseher zum Einfallstor wird

Nicht nur über den Computer oder das Smartphone können sich Cyber-Kriminelle Zugang zu persönlichen Daten verschaffen. Auch der smarte Fernseher, der in immer mehr deutschen Wohnstuben steht, stellt mit seiner Internetverbindung ein potenzielles Einfallstor dar.
© dpa/picture alliance
Ein Smart-Fernseher, über den sich alle Elemente des „Smart Homes“, eines vernetzten Zuhauses, steuern lassen. Auch hierüber können sich Cyber-Kriminelle Zugang zu sensiblen Daten verschaffen.

Erst kürzlich hat es Christina Schulze Föcking, Landwirtschaftsministerin in Nordrhein-Westfalen, am eigenen Leib erfahren: einen Hackerangriff über ihren Smart-TV. Bislang unbekannte Täter haben sich Zugang zu dem Hightech-Gerät verschafft und ließen ein Video über den Bildschirm flimmern. Das Landeskriminalamt ermittelt nun über den unheimlichen Fall, um zu erfahren, welche Daten von dem Angriff betroffen sind.

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Da ein Smart-TV in einem Netzwerk integriert ist und über eine Internetverbindung verfügt, besteht grundsätzlich immer die Gefahr eines Cyber-Angriffs. Daher empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) den Fernseher bei regelmäßigen Software-Updates nicht zu vernachlässigen. Ebenso wie der heimische Computer, das Tablet oder Smartphone können nur regelmäßige Aktualisierungen des Systems etwaige Sicherheitslücken schließen.

Auch der Präsident des BSI, Arne Schönbohm, warnt auf tagesschau.de vor den Gefahren durch smarte Fernseher. „Man sollte den Internetzugang des TVs nur dann nutzen, wenn er gebraucht wird und Firmwareupdates regelmäßig einspielen“, sagt Schönbohm.

Eine integrierte Webcam oder ein Mikrofon zur Sprachsteuerung sollten seiner Empfehlung nach sorgsam verwendet und im Zweifel deaktiviert werden. „Vermeiden sollte man auch sensible Bereiche wie Online-Banking, wenn man den Smart-TV zum Surfen für das Internet nutzen möchte“, so der BSI-Präsident.

Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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