Laut dem Bundesrechnungshof kontrollieren Krankenkassen die Krankenhausrechnungen ihrer Kunden nicht ausreichend. Sie haben wohl Verträge mit den Kliniken, um pauschal Rechnungen kürzen zu können. Dafür hagelte es nun Kritik von der Behörde.
Der Außenbereich des Bundesrechnungshofs in Bonn: Die Behörde hat kürzlich Krankenkassen abgemahnt.
Viele Krankenkassen sollen freiwillig auf die Überprüfung von Krankenhausrechnungen verzichtet haben. Das kritisiert der Bundesrechnungshof (BRH), wie das Handelsblatt berichtet. Laut BRH haben einige Versicherer Verträge mit den Kliniken abgeschlossen, die ihnen pauschale Rechnungskürzungen ermöglichten.
In diesem Verhalten sieht der BRH einen „Verstoß gegen die gesetzliche Verpflichtung der Krankenkassen, bestimmte Abrechnungen einer Prüfung zu unterziehen“. Denn es führe zu einer „systemwidrigen Vergütung der Krankenhausleistungen“. Die Namen der betroffenen Kassen nannte die Behörde nicht.
Das Gesundheitsministerium reagierte ebenfalls und forderte den BRH nun auf, dafür zu sorgen, dass den Kassen künftig keine solch rechtswidrigen Möglichkeiten mehr offenstehen. Dafür würden die Rechnungsprüfer auch eine gesetzliche Regelung formulieren.
Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.
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