31 Prozent der Frauen in Deutschland gehen in den ersten drei Jahren ihres Ruhestandes weiterhin einer Beschäftigung nach, bei den Männern sind es 28 Prozent. Die Beweggründe unterscheiden sich dabei oftmals zwischen den Geschlechtern, wie aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht.
Demnach arbeiten rund 70 Prozent aller Frauen auch, weil sie auf das Geld angewiesen sind. Bei den Männern sind es hingegen nur 53 Prozent. Begründet wird dies damit, dass Frauen im Schnitt weniger Rente erhalten, weil sie beispielsweise infolge der Familiengründung häufiger in Teilzeit beschäftigt waren.
Doch die Studienautoren konnten eine wichtige Frage nicht beantworten:
„Unklar ist, ob mit dem zusätzlichen Erwerbseinkommen das Wohlstandsniveau vor der Rente erhalten werden soll oder ob diese Personen ihr Existenzminimum sichern müssen“, zitiert der Spiegel aus dem IAB-Bericht.
Aus den Daten geht außerdem hervor, dass gerade bei gutgestellten Rentnerinnen und Rentner mit einer entsprechend guten Ausbildung die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sie auch nach Renteneintritt weiterarbeiten. Hier steht dann aber eher das Motiv „Aus Spaß an der Freude“ im Vordergrund.
Die Studie beruht auf den Angaben von rund tausend Männern und Frauen im Alter von 58 bis 69 Jahren, die seit maximal drei Jahren eine Altersrente erhalten. Zugrunde liegen Daten des Nationalen Bildungspanels aus den Jahren 2012 bis 2016.
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