„Hackerangriffe gibt es, aber mich wird es schon nicht treffen – das ist ein Satz, den wir von Unternehmen immer wieder hören“, sagt Peter Graß, IT-Sicherheitsexperte beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Stimmt so nicht, weiß er. „Cyberkriminelle sind in erster Linie eines: Kriminelle. Ihnen ist egal, wie groß das Unternehmen ist, ihnen geht es um die Beute.“
Und die gibt es eben auch bei Mittelständlern. Um einschätzen zu können, wie gefährdet der eigene Betrieb ist, hat der Verband nun einen Cyber-Sicherheitscheck ins Leben gerufen. Anhand eines Fragebogens müssen Mittelständler Fragen beantworten wie: Sind die Passwörter sicher? Wer darf auf welche Daten zugreifen? Wie oft werden Sicherheitskopien erstellt? Das soll Schwachstellen aufdecken.
>>> Hier geht es zum Cyber-Sicherheitscheck des GDV
Nach der ersten Bewertung, die auf Basis zehn beantworteter Fragen zustande kommt, passt sich der Sicherheitscheck dem individuellen Risiko an. Wenn ein Unternehmen etwa mit sensiblen Daten umgeht, vernetzt produziert oder Online-Handel betreibt, stellt der Cyber-Sicherheitscheck entsprechende Zusatzfragen mit höheren Anforderungen an die IT-Sicherheit.
Alle Ergebnisse des Cyber-Sicherheitschecks können Mittelständler mit einem Passwort schützen und jederzeit wieder aufrufen. Wer seinen persönlichen Link zusammen mit seinem Passwort weitergibt, kann seine Antworten und Hinweise auch an IT-Dienstleister oder Cyber-Versicherer senden. Ihnen helfen die Angaben, bestehende Sicherheitslücken zu schließen und das individuelle Cyberrisiko zu bewerten.
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