Das Online-Portal finanzen.de, das sich selbst als „Deutschlands größten Lead-Anbieter“ bezeichnet, vermittelt jeden Monat etwa 30.000 Kontaktdaten von Menschen, die sich im Internet auf die Suche nach Informationen zu Versicherungen und Finanzen machen.
Diese Leads gehen dann an Vermittler, die sich alsdann daran machen, diesen Menschen entsprechende Versicherungsverträge oder Investmentprodukte zu vermitteln. Ein Lead zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung kostet brutto etwa 74,90 Euro, für die PKV sind es 144, 00 Euro. Ein entsprechender Hinweis zur Krankenzusatzversicherung kostet dagegen nur 12, 00 Euro.
Wie sueddeutsche.de nun berichtet, wird der Versicherer Allianz das Lead-Portal übernehmen. Mit dem bisherigen Investor, Eli Global, sei man sich weitgehend einig, nur einige „Unwägbarkeiten“ gebe es noch, so ein Sprecher gegenüber der Süddeutschen.
Warum die Allianz finanzen.de kauft und nicht einfach mit dem Portal zusammenarbeitet? Grund dafür sind laut dem Bericht die Datenschutzregeln. Bei externen Lead-Lieferanten besteht die Gefahr, dass diese Regeln nicht vollumfänglich eingehalten wurden. Dann ist man bei einem Verstoß haftbar, wie dieses Urteil gegen einen betroffenen Makler zeigt. Ist der Adressen-Sammler aber Teil des eigenen Konzerns, besteht diese Gefahr nicht mehr.
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