Laut Vorausberechnungen

Rentenbeitrag könnte 2024 auf 19,5 Prozent steigen

Der Beitragssatz in der Rentenversicherung soll bis zum Jahr 2023 stabil bleiben – und könnte im Folgejahr von derzeit 18,6 Prozent auf 19,5 Prozent steigen. Das hat Annelie Buntenbach, Vorsitzende des Bundesvorstands der Deutschen Rentenversicherung, angekündigt.
© dpa/picture alliance
Ist Vorsitzende des Bundesvorstands der Deutschen Rentenversicherung: Annelie Buntenbach.

Der Deutschen Rentenversicherung geht es gut – so das Fazit von Annelie Buntenbach, Vorsitzende des Bundesvorstands, auf einer Tagung der Bundesvertreterversammlung am Donnerstag. Daher rechne sie damit, dass der Beitragssatz von derzeit 18,6 Prozent bis zum Jahr 2023 beibehalten werde. Erst ab dem Jahr 2024 sei von einer Erhöhung des Beitragssatzes auszugehen. Dann werde dieser auf vermutlich 19,5 Prozent angehoben, so die Expertin.

Und weiter: Die bis 2025 gesetzlich festgelegten Grenzen von maximal 20 Prozent für den Beitragssatz und mindestens 48 Prozent für das Rentenniveau würden voraussichtlich ohne den Einsatz zusätzlicher Bundesmittel eingehalten werden können, kündigte Buntenbach an.

Die Zukunft der gesetzlichen Rente

Für die weitere Entwicklung nach 2025 verwies Buntenbach auf die Arbeit der Rentenkommission „Verlässlicher Generationenvertrag“. Ihre zentrale Aufgabe sei es, für die gesetzliche Rentenversicherung auch in Zeiten des demografischen Wandels ein ausreichendes Sicherungsniveau zu gewährleisten. Vor allem die Finanzierbarkeit spiele dabei eine große Rolle. Anfang des kommenden Jahres werde die Kommission ihren Bericht der Bundesregierung vorlegen, so Buntenbach.

Während die Rentenversicherung im vergangenen Jahr ihren Überschuss auf 4,4 Milliarden Euro gesteigert habe, sei,wie schon im Vorjahr, für Ende 2019 mit einer Nachhaltigkeitsrücklage von 1,7 Monatsausgaben zu rechnen.

Weiter forderte die Expertin, dass Leistungen der Rentenversicherung, die wie die Mütterrente nicht auf Beiträgen beruhen, vollständig aus Steuermitteln finanziert werden. Jüngste Berechnungen hätten gezeigt, dass derzeit eine jährliche Unterdeckung nicht beitragsgedeckter Leistungen durch den Bund in Höhe von 30 Milliarden Euro bestehe.

„Es ist für uns von zentraler Bedeutung, dass der Bund sich langfristig finanziell an den übertragenen Aufgaben beteiligt und die Funktionsfähigkeit des Systems auch angesichts des demografischen Wandels sicherstellt“, sagte Buntenbach abschließend.

Mehr zum Thema

Altersvorsorge von Amazon? Deutsche skeptisch

Google oder Amazon als Altersvorsorge-Anbieter? Nur gut jeder zehnte Deutsche (11 Prozent) befürwortet solch ein…

Renteneintrittsalter muss langfristig auf 69 Jahre steigen

Das Rentenniveau bis 2025 bei 48 Prozent zu belassen und auch den Beitragssatz nicht auf…

„Berater achten zu wenig auf dynamische Rentenlücken“

Vor 34 Jahren kostete eine Kugel Eis 30 Pfennig, heute sind bereits bis zu 1,40…

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia