Wegen schlechter Beratung

Ex-Daimler-Chef Zetsche fordert Schadenersatz von BW-Bank

Im Jahr 2009 investierte der ehemalige Daimler-Chef Dieter Zetsche einen sechsstelligen Betrag in einen Immobilienfonds. Doch der Gewinn blieb aus. Nun, zehn Jahre später, geht er gegen die Bank vor, die ihn zu der Anlage beraten hatte.
© dpa/picture alliance
Verklagte seine Bank: Ex-Daimler-Chef Dieter Zetsche.

2009 war kein gutes Jahr für Ex-Daimler-Chef Dieter Zetsche. Im Unternehmen lief es nicht ganz rund, und sein Gehalt wurde erstmals ordentlich gekürzt. Und noch etwas scheint Zetsche bis heute zu wurmen: eine gescheiterte Investition bei der Baden-Württembergischen Bank (BW-Bank). Diese verklagte er nun wegen des Investment-Flops.

Über 100.000 Euro steckte Zetsche laut Spiegel Online am 22. Januar 2009 in einen geschlossenen Immobilienfonds, zu dem er bei der BW-Bank beraten worden war. Gewinn: Fehlanzeige. Zetsche fordert nun Schadenersatz, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet. Dazu hätten seine Anwälte detailliert aufgelistet, wo und warum die Fondsprospekte von damals falsche oder unvollständige Angaben gemacht hätten. Der Topmanager soll sich laut Spiegel Online zudem von seinem Berater nicht ausreichend aufgeklärt gefühlt haben. Und tatsächlich: Am 22. Juli 2019 ließ das Gericht den Antrag zu (Aktenzeichen 21 O 313/18).

Die BW-Bank äußert sich bislang nicht öffentlich zu dem Fall: „Zu einzelnen Kundenbeziehungen dürfen wir uns aufgrund des Bankgeheimnisses nicht äußern“, verkündete sie Spiegel Online. Sie bedauere es jedoch, wenn die Entwicklung eines Fonds hinter den Erwartungen zurückbleibe und sei um ein ausgewogenes Portfolio bemüht, um etwaige Verluste ausgleichen zu können. „Es gibt aber eine geringe Anzahl von Fällen, in denen das nicht gelingt und die deswegen gerichtlich geklärt werden“, fügte die Bank noch hinzu. Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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