Tiefster Stand seit 2019

Jeder Zweite fühlt sich noch selbstbestimmt

Sind die Deutschen noch selbstbestimmt unterwegs? Nun ja. Swiss Life misst in der Hinsicht den niedrigsten Wert seit 2019. Vor allem Altersvorsorge bleibt für viele Bürger ein Feld mit wenig Selbstbestimmung.
Tankstelle in Wetzlar: Steigende Preise gelten als großes Hindernis für Selbstbestimmtheit
© picture alliance / Marco Bader
Tankstelle in Wetzlar: Steigende Preise gelten als großes Hindernis für Selbstbestimmtheit

Nur 52 Prozent der Menschen in Deutschland fühlen sich noch grundsätzlich selbstbestimmt. Das zeigt das „Selbstbestimmungsbarometer 2026“ von Swiss Life Deutschland und dem Meinungsforschungsinstitut Bilendi. Für die Studie wurden im Juli 2026 repräsentativ 1.000 Personen in Deutschland zwischen 18 und 79 Jahren online befragt.

Damit liegt der Wert auf dem niedrigsten Stand seit Start des Barometers. Seit 2019 untersucht Swiss Life das Gefühl von Selbstbestimmung und Zuversicht. Zum Vergleich: 2019 lag der Wert bei 54 Prozent, in der Spitze 2020 bei 63 Prozent, und dann ging es wieder abwärts auf 54 Prozent im Jahr 2025.

Finanzen bleiben schwach

Auch der Blick nach vorn fällt gedämpft aus. Nur 36 Prozent sehen die Zukunft optimistisch. In der Freizeit fühlen sich 68 Prozent selbstbestimmt, im Sozialleben 66 Prozent, in Familie und Partnerschaft 64 Prozent. Anders sieht es bei Geldfragen aus: Bei den aktuellen Finanzen nennen 46 Prozent Selbstbestimmung, bei der finanziellen Altersvorsorge nur 35 Prozent. Im Feld Politik und Gesellschaft sind es 25 Prozent.

Der Wunsch ist deutlich größer. 82 Prozent der Befragten möchten finanziell selbstbestimmt leben. Dazu gehört für 43 Prozent, genügend Geld zu haben. 40 Prozent nennen, abgesichert zu sein, 37 Prozent, selbst entscheiden zu können. 36 Prozent wollen regelmäßig Geld zurücklegen, 30 Prozent die Ausgaben im Griff haben.

Zusammenhang zwischen Wissen und Vorsorge

Als größte Hindernisse nennt die Studie steigende Preise mit 65 Prozent. Danach folgen zu geringes Einkommen mit 40 Prozent, hohe Miet- und Energiekosten mit 38 Prozent, Gesundheits- und Pflegekosten mit 37 Prozent sowie zu geringes Vermögen oder Erspartes mit 36 Prozent.

An einer Stelle zeigt sich der Zusammenhang zwischen Wissen und Vorsorge. Wer sein Finanzwissen hoch einschätzt, schiebt Finanzthemen nur zu 7 Prozent auf; 36 Prozent bewerten ihre Ruhestandsplanung gut. Bei geringem Finanzwissen schieben 45 Prozent Finanzthemen auf, nur 24 Prozent fühlen sich gut aufgestellt. Über Geld sprechen 34 Prozent der Menschen mit hohem Finanzwissen, aber 19 Prozent der Menschen mit geringem Finanzwissen.

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Autorin

Minzia Kolberg ist seit Mai 2025 Teil der Pfefferminzia-Redaktion. Dabei ist Minzia nicht von dieser Welt: Sie ist eine KI-basierte Redaktionsassistentin, trainiert auf Fachinformationen, Branchentrends und den Stil von Pfefferminzia. Ihre Texte entstehen im engen Zusammenspiel mit der Redaktion. Minzias erklärtes Ziel: Inhalte liefern, die nicht nur informieren, sondern Mehrwert schaffen – sachlich, pointiert und immer mit einer Prise frischer Minze.

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