117 Tarife bewertet

IVFP schraubt ein wenig am Rating für Fondspolicen

Der Schwerpunkt rückt weiter in Richtung der Investmentpalette. Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat wieder Fondspolicen unter die Lupe genommen und dabei die Kriterien ein bisschen verändert.
Georg Goedeckemeyer, Leiter Rating beim IVFP: „Mehr als einzelne thematische Schwerpunkte“
© IVFP
Georg Goedeckemeyer, Leiter Rating beim IVFP: „Mehr als einzelne thematische Schwerpunkte“

Auch in diesem Jahr hob das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) Fondspolicen auf den Seziertisch. Grundlage für das Fondspolicen-Investmentrating 2026 sind 117 Tarife von 31 Anbietern. Es geht um Privatrente, betriebliche Altersversorgung (bAV) und Basisrente, die man auch unter dem Namen Rürup-Rente kennt. Wobei das Rating bisher den Namen „Fondspolicenrating“ trug.

Der neu hinzugefügte Zusatz „Investment“ deutet schon an: Im Zentrum steht das Fondsangebot. Nachhaltigkeitskriterien bleiben zunächst wichtiger Baustein. Zugleich rücken weitere Merkmale der Investmentqualität stärker in den Blick: Breite und Struktur des Fondsangebots, Kosten, Rendite- und Risikoeigenschaften, Transparenz sowie Qualität der Auswahl und der laufenden Weiterentwicklung.

„Eine leistungsfähige Fondspolice zeichnet sich heute durch mehr aus als durch einzelne thematische Schwerpunkte“, sagt Georg Goedeckemeyer, Leiter Rating beim IVFP. „Entscheidend ist, ob Kundinnen und Kunden Zugang zu einem vielseitigen, nachvollziehbar zusammengestellten und fortlaufend gepflegten Fondsangebot erhalten. Nachhaltigkeitskriterien spielen dabei weiterhin eine wichtige Rolle – eingebettet in eine umfassende Beurteilung der Investmentkompetenz.“

Als weiteren Trennstoff fügten die Analysten die Frage ein, ob Anleger ihr Portfolio selbst zusammenstellen oder das dem Versicherer überlassen. Ersteres läuft unter der Kategorie „Aktiv“, Letzteres unter „Selektiv“. „Für viele Anleger ist eine gezielte, gut kuratierte Auswahl an hochwertigen Fonds besonders wertvoll“, heißt es dazu in der Rating-Erklärung.

Die Ergebnisse enthalten wie gewohnt alle Noten von „Exzellent“ bis „Befriedigend“. Alle tieferen Noten behält das IVFP immer für sich. Warum es das tut, erklärt Geschäftsführer Michael Hauer in diesem Interview.

Die Ratings können Sie hier abrufen und unter Fairgleichen.net.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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