Der deutsche Erstversicherungsmarkt ist hoch konzentriert. Das zeigt die aktuelle Marktanteilsanalyse des Kölner Instituts für Versicherungsinformation und Wirtschaftsdienste (Kivi). Demnach entfallen rund 68 Prozent des gesamten Prämienvolumens auf die zehn größten Anbieter. Marktführer im Gesamtmarkt ist die Allianz-Gruppe mit einem Anteil von 18 Prozent.
Für die Studie haben die Analysten 68 Anbieter mit 263 Einzelgesellschaften ausgewertet, darunter 151 Schaden-/Unfallversicherer, 76 Lebensversicherer und 36 Krankenversicherer. Zusammen decken sie gut 99 Prozent des Marktes ab. Die Analyse betrachtet das Jahr 2025 und vergleicht die Entwicklung seit 2018.
Das Bruttoprämienvolumen 2025 wird auf rund 256 Milliarden Euro geschätzt.
Es verteilt sich wie folgt:
Schaden-/Unfallversicherung: Die Allianz-Gruppe liegt mit 14,4 Prozent vorn. Es folgen die öffentlich-rechtlichen Versicherer mit 13,9 Prozent und die Huk-Coburg mit 7,6 Prozent. Die R+V kommt auf 7,5 Prozent. Die zehn größten Anbieter halten hier zusammen 68 Prozent.
Lebensversicherung: Die Allianz-Gruppe führt mit 27,7 Prozent erneut deutlich, dahinter liegen Generali mit 8,6 Prozent und R+V mit 8,5 Prozent. Die drei Größten vereinen fast 45 Prozent des Marktes. Der Top-10-Anteil beträgt 73 Prozent
Krankenversicherung: Hier ist die Konzentration am höchsten. Die Debeka führt mit 17,7 Prozent vor Ergo/Munich Re mit 11,9 Prozent und der Allianz-Gruppe mit 8,5 Prozent. Die fünf größten Anbieter kommen zusammen auf knapp 53 Prozent, die Top 10 auf 78 Prozent.
Bei einzelnen international geprägten Schaden-/Unfallversicherern berücksichtigt Kivi nur das Deutschlandgeschäft. „So lassen sich Verzerrungen durch hohe Auslandsanteile einzelner großer Anbieter wirksam reduzieren“, erläutert Kivi-Geschäftsführer Reiner Will, der auch Chef des Analysehauses Assekurata ist.
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