Der Rhein ist nicht nur ein Fluss, sondern auch eine für die Logistik wichtige Wasserstraße. Das derzeitige Rekord-Niedrigwasser beeinträchtigt die dortige Schifffahrt massiv. Schiffe müssen ihre Ladung deutlich verringern oder können ihre eigentliche Route gar nicht mehr zurücklegen. Die Konsequenz: Güter müssen umgeladen werden und per Zug oder LKW weiter transportiert werden.
Und das birgt Risiken. Der Versichererverband GDV weist darauf hin, dass die damit verbundenen zusätzlichen Umschläge und Zwischenlagerungen das Risiko von Transportschäden erhöhen. „Für Versicherer ist die veränderte Transportstruktur von besonderer Bedeutung. Denn aus direkten Transporten entstehen oft komplexe Ketten mit vielen Umschlägen und Lagerungen. Jeder dieser Schritte erhöht das Schadensrisiko“, erläutert GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.
Zum Beispiel könnten bei Gütern wie Getreide, Kohle oder Erz Mengenverluste, Verunreinigungen oder Feuchtigkeitsschäden auftreten. Auch der Einsatz von Kränen und Förderbändern könne die Ware beschädigen.
Bei Containern könnten beim Heben und Absetzen Schäden entstehen. Besonders empfindlich seien Kühlcontainer, Gefahrgut und hochwertige Waren. Hier könne ein Ausfall der Kühlung oder unsachgemäße Lagerung schnell zu erheblichen Schäden führen. Zudem erhöhen laut GDV längere Zwischenlagerungen das Risiko von Diebstahl oder Verladefehlern.
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