Viele haben Pläne und Träume für ihren Ruhestand. Wenn es aber um die finanzielle Planung geht, ist man schnell überfordert. Professionelle Ruhestandsplanung wird aufgrund steigender Lebenserwartung immer wichtiger.
Um sorgenfrei in den Ruhestand zu blicken, braucht es professionelle Ruhestandsplanung. Damit Ihre Kundinnen und Kunden ihr bestes Leben leben können.
Lebensträume verwirklichen, finanzielle Sicherheit stärken: Mit unserer Ruhestandsplanung und hochwertigen Produkten unterstützen Sie Ihre Kundinnen und Kunden optimal – professionell, verlässlich, erfolgreich.
Theo Westarp zeigt im Video, wie man dank guter Beratung und kluger Ruhestandsplanung mehr finanziellen Spielraum für die schönen Dinge hat.
Pfefferminzia: Ein Ergebnis Ihrer neuen Umfrage ist, dass nur jeder Dritte aus der Gruppe der 50- bis 60-Jährigen optimistisch auf den Ruhestand blickt. Wird den Menschen zu spät bewusst, dass sie versäumt haben, ausreichend vorzusorgen?
Christian Nuschele: Das lässt sich so konkret nicht ableiten. Aber die Skepsis ist greifbar, die Menschen stellen sich Fragen wie: Habe ich genügend Geld? Was tut sich in meinem sozioökonomischen Umfeld? Was ist mit meinem Gesundheitszustand? Was werde ich mir künftig noch leisten können? Dazu kommt, dass die Wirtschaft vor sich hindümpelt und die weltpolitische Lage kritisch ist. Der Pessimismus in diesem Ausmaß war durchaus zu erwarten.
Zwei Drittel der Menschen über 50 Jahre glauben, dass sie die Planung ihres Ruhestands selbst in die Hand nehmen können. Können Sie das wirklich ohne fachkundige Beratung?
Nuschele: Auf gar keinen Fall! Zwar wissen viele Menschen ganz gut Bescheid, wie hoch ihre Rente sein wird oder was sie von der Pension oder einem Versorgungswerk zu erwarten haben. Und sie wissen auch ungefähr, was auf ihren Konten liegt. Aber damit hört es leider oft schon auf. Der Ruhestand dauert meist länger als zwei Jahrzehnte, daher müssen sie sich mit dem tatsächlichen Liquiditätsbedarf im Alter detailliert auseinandersetzen. Denn dieser ist nicht konstant.
Warum nicht?
Nuschele: Zu Beginn sind Rentner meist noch sehr aktiv und benötigen entsprechendes Kapital, später geht ihr Liquiditätsbedarf zurück. Doch dann kommt oft eine Phase, in der Pflege- und Gesundheitskosten einen exorbitanten Liquiditätsbedarf verursachen. Inflation und steigende Krankenkassenbeiträge kommen hinzu. Nur ein Finanzspezialist kann überblicken, wie zu investieren ist, um diesen Bedarf zu decken. Ein Sparbuch ist keine Lösung. Das Vermögen muss strukturiert werden, damit es im Ruhestand weiterarbeiten kann.
Letztlich sucht nur jeder Zehnte Beratung. Erreichen die Ruhestandsplaner mit ihrem Angebot die Zielgruppe zu wenig?
Nuschele: Es ist paradox. 83 Prozent der Befragten sagen, dass ihnen klar ist, dass Sie im Alter weniger Geld zur Verfügung haben werden. Aber nur 43 Prozent geben an, dass sie dann auch niedrigere Kosten haben werden. Warum handeln sie dann nicht? Die professionellen Ruhestandsplaner erreichen die Zielgruppe aber definitiv. Wer den Mehrwert einer Ruhestandsplanung begreifbar macht, kann sich vor Kunden nicht retten. Leider ist die Dienstleistung noch viel zu wenig bekannt und es gibt zu wenige Berater, die Ruhestandsplanung professionell anbieten. Das heißt, der Bedarf ist da, das Angebot muss einfach größer werden.
Inwieweit ist der Zielgruppe 50plus das Pflegerisiko bewusst? Wird aktiv vorgesorgt?
Nuschele: Das Pflegerisiko ist sicher sehr vielen in der Zielgruppe bewusst. Dennoch ist der Verbreitungsgrad einer vernünftigen Pflegerente oder einer Pflegeabsicherung relativ gering. Das hat zwei Hauptgründe. Zum einen muss eine private Pflegeversicherung sinnvollerweise in jungen Jahren abgeschlossen werden, dann aber beschäftigen sich viele Menschen nicht mit dem Thema. Zum anderen ist die Absicherung zwar noch möglich ab 50 Jahren, aber dann sehr teuer. Und der Gesundheitszustand kann einem durchaus einen Strich durch die Rechnung machen.
Welche Rolle spielt das Thema Pflege in der Ruhestandsplanung?
Nuschele: Eine wichtige. Wenn keine Pflegeabsicherung besteht oder nicht mehr möglich ist, muss gefragt werden: Gibt es andere Mittel, die im Fall einer Pflegebedürftigkeit eingesetzt werden können? Ist eventuell ein Erbe zu erwarten? Eine ablaufende Lebensversicherung? Eine Immobilie, die notfalls verkauft werden kann? Der Ruhestandsplaner überlegt mit dem Kunden, was notfalls „geopfert“ werden kann, um den Lebensunterhalt auch im Pflegefall bestreiten zu können.
Inwieweit wären die Ü50-Jährigen bereit, für die Sicherung der Rente nachfolgender Generationen Einbußen bei ihrer eigenen Rente zu akzeptieren?
Nuschele: „Nein keinesfalls“ haben 46 Prozent geantwortet. „Eher nein“ 33 Prozent. Das heißt, dass fast 80 Prozent ablehnen würden. Die Boomer-Generation vertritt sehr stark die Meinung, dass sie viel geschaffen hat, wovon auch nachfolgende Generationen profitieren. Und daher ist sie überzeugt, ihr Rentenniveau verdient zu haben. Auch wenn ihr klar ist, dass nachfolgende Generationen es aus verschiedenen Gründen sehr viel schwerer haben werden.
Was ist die zentrale Botschaft aus den Ergebnissen der Umfrage?
Nuschele: Die Ruhestandsplanung mit all ihren Facetten und all ihrer Komplexität wird das Beratungsfeld für Finanzplaner der Zukunft sein. Daran habe ich keinen Zweifel.
Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.