Viele haben Pläne und Träume für ihren Ruhestand. Wenn es aber um die finanzielle Planung geht, ist man schnell überfordert. Professionelle Ruhestandsplanung wird aufgrund steigender Lebenserwartung immer wichtiger.
Um sorgenfrei in den Ruhestand zu blicken, braucht es professionelle Ruhestandsplanung. Damit Ihre Kundinnen und Kunden ihr bestes Leben leben können.
Lebensträume verwirklichen, finanzielle Sicherheit stärken: Mit unserer Ruhestandsplanung und hochwertigen Produkten unterstützen Sie Ihre Kundinnen und Kunden optimal – professionell, verlässlich, erfolgreich.
Theo Westarp zeigt im Video, wie man dank guter Beratung und kluger Ruhestandsplanung mehr finanziellen Spielraum für die schönen Dinge hat.
Generative künstliche Intelligenz (KI) verändert, wie Verbraucher Informationen zu Versicherungsprodukten einholen. Doch was geschieht, wenn ein System wie ChatGPT über allgemeine Hinweise hinaus tarifbezogene Produktempfehlungen ausspricht? Wir von FB Research haben den Selbstversuch durchgeführt und die Ergebnisse anschließend mithilfe unserer Vergleichstools im Detail geprüft.
Dieser Beitrag zeigt, ob eine KI-gestützte Produktempfehlung bei begrenzter Bedarfserhebung einer fachlichen Tarifprüfung standhält.
Mit dem einfachen Prompt „Ich brauche eine Hausratversicherung. Stell mir bis zu fünf Fragen nacheinander, um herauszufinden, wie mein Bedarf ist, und empfehle mir im Anschluss bis zu drei Produkte“ haben wir ChatGPT in die Rolle eines digitalen Versicherungsberaters versetzt. Die Antwort fiel methodisch überraschend geordnet aus.
Daraufhin stellte das System diese fünf Fragen:
Daraus ergab sich folgendes Profil: eine 90 Quadratmeter große Wohnung, ein gehobener Hausrat, ein Fahrrad im Wert von mehr als 1.000 Euro, umfangreiche Homeoffice-Technik, eine Erdgeschosslage mit erhöhtem Einbruchsrisiko, ein Fokus auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und eine Selbstbeteiligung von 150 bis 300 Euro.
Auf Grundlage dieser Angaben empfahl ChatGPT drei Tarife.
| Anbieter / Tarif | KI-Begründung | Einschränkung |
| Tarif A | Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis, Schutz bei grober Fahrlässigkeit und günstige Jahresbeiträge | Fahrrad oft nur als Zusatzbaustein |
| Tarif B | Solide Einbruchdeckung, sehr gute Bewertungen, hohe Wertsachengrenze, passend für gehobene Haushalte | – |
| Tarif C | Top-Tarif mit weitreichendem Schutz und flexibler Erweiterbarkeit | – |
Wir haben die Empfehlung anschließend mithilfe unserer Vergleichstools genauer geprüft, vor allem mit Blick auf die zugrunde liegenden Versicherungsbedingungen. Daraus ergibt sich ein differenziertes Bild:
Reihenfolge laut KI-Empfehlung: 1. Tarif A – 2. Tarif B – 3. Tarif C
Nach den in unseren Vergleichstools hinterlegten Rating- und Bewertungskriterien ergibt sich eine andere Einordnung der empfohlenen Tarife:
Bei den für dieses Profil relevanten Kriterien (Fahrraddiebstahl, grobe Fahrlässigkeit, Unterversicherungsverzicht) erzielt Tarif C bessere Werte als Tarif B. In der Detailanalyse schneidet Tarif A im Vergleich der drei Angebote am schwächsten ab.
Auch die Prämienberechnung verdeutlicht Unterschiede. Bei bisher schadenfreiem Versicherungsverlauf ergeben sich folgende Jahresbeiträge.
| Anbieter | Bisher schadenfrei | Mit Vorschäden |
| Tarif B | 106,77 € | 152,53 € |
| Tarif A | 123,20 € | 174,97 € |
| Tarif C | 146,61 € | 146,61 € (unverändert) |
Die drei empfohlenen Tarife weisen alle mindestens einen soliden Versicherungsschutz auf. Nach unseren Bewertungsmaßstäben zeigt sich jedoch deutlich: Sowohl in der Gesamtwertung als auch bei einzelnen Vergleichskriterien können die Tarife B und C stärker punkten. Wenn wir beispielsweise auf die Leistungen bei Fahrraddiebstahl, grober Fahrlässigkeit und Unterversicherungsverzicht schauen, liegt mal Tarif B und mal Tarif C vorn. Die beiden Tarife sind damit insgesamt nahezu gleichauf. Die Reihenfolge im Ranking spiegelt somit eine knappe, aber messbare Gesamtüberlegenheit von Tarif B wider, nicht einen grundlegenden qualitativen Unterschied.
Grundsätzlich passt die ChatGPT-Empfehlung zum ermittelten Bedarf. Fünf passende Fragen ergaben eine brauchbare Tendenz. Positiv fallen folgende Aspekte auf:
KI kann heute als digitaler Erstberater eine erste Orientierung in der Produktwelt geben. Eine wirklich bedarfsgerechte Empfehlung braucht mehr Tiefe in der Datenerhebung und in der Tarifkenntnis. Individuelle Lebensumstände müssen ebenfalls in die Bewertung einfließen. Weitere Tests in anderen Versicherungssparten belegen, dass sich dieses Muster wiederholt. Zudem übernimmt KI keine Haftung für ihre Empfehlungen. Passt ein vorgeschlagener Tarif nicht zum tatsächlichen Bedarf des Kunden, haftet niemand für die Fehlempfehlung.
Genau hier liegt der Mehrwert professioneller Beratung: Berater prüfen die Ergebnisse, hinterfragen die Vorschläge und schärfen die Empfehlung dort nach, wo es nötig ist. Professionelle Vergleichstools und fachliche Beratung behalten ihren Wert, besonders bei der Auswahl passender Klauseln. Versicherer und Makler können daraus ableiten: KI ist eher Zubringer als Konkurrent. Wer die Schwächen solcher Empfehlungen kennt, kann den eigenen Nutzen überzeugend vermitteln.
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