In München hat das Beratungsunternehmen Boomerfinance den Betrieb aufgenommen. Das Unternehmen richtet sich an Menschen ab etwa 50 Jahren, die ihre finanzielle Situation im Übergang zum Ruhestand neu aufstellen möchten.
Hintergrund der Gründung ist der demografische Wandel: Bis Mitte der 2030er Jahre werden schätzungsweise 15 bis 20 Millionen Angehörige der Babyboomer-Generation aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Das Unternehmen sieht darin einen wachsenden Bedarf an spezialisierter Beratung, die über klassische Finanzprodukte hinausgeht.
Der Ansatz des Hauses verbindet Vermögensaufbau, Einkommens- und Entnahmestrategien sowie Nachfolgeplanung mit Themen wie Gesundheit und Langlebigkeit. Ein Netzwerk aus Notaren, Rechtsanwälten und Steuerberatern soll auch komplexe Fragen aus einer Hand abdecken. Einen eigenen Schwerpunkt setzt das Unternehmen auf die finanzielle Lage von Frauen, die durch unterbrochene Erwerbsbiografien und geringere Kapitalmarktbeteiligung strukturell benachteiligt seien.
Hinter der Gründung stehen neun Partner mit Wurzeln in der Finanz- und Investmentbranche. Initiator ist Olaf Neuenfeldt, der zuvor unter anderem bei der Lloyds Banking Group, Prudential und Aegon tätig war. Weitere Gründungspartner sind Claus Gillen, ehemals Vorstand bei der Finum Finanzhaus und der Bonnfinanz, sowie Charles Neus, der zuletzt die Abteilung Altersvorsorge-Lösungen bei Schroders leitete.
Neben der Kundenberatung will Boomerfinance als Plattform für den Austausch rund um Ruhestandsplanung wirken und ein Netzwerk spezialisierter Berater aufbauen.
„Deutschland steht vor einer massiven Ruhestandswelle und die meisten Menschen sind darauf nicht vorbereitet“, sagt Neuenfeldt. „Ruhestandsplanung ist keine Produktentscheidung, sondern eine Lebensentscheidung. Genau hier setzt unser Haus an.“
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