Der Münchener Versicherer die Bayerische kündigt den Sponsor-Vertrag mit dem Fußballverein TSV 1860 München. Er nutze dazu das vertraglich festgelegte Sonderkündigungsrecht, teilt Vorstandschef Martin Gräfer auf der Karriereplattform Linkedin mit. Den Post beginnt er mit den Worten: „Heute ist ein trauriger Tag für alle Löwinnen und Löwen.“
Eigentlich läuft der Sponsoring-Vertrag noch bis zum kommenden Jahr. Eingestiegen war die Bayerische im Jahr 2016.
Hintergrund dafür ist der Umstand, dass die Löwen, wie der TSV 1860 München auch umgangssprachlich heißt, in die Regionalliga (4. Liga) zwangsabsteigen müssen. Sie konnten den für die 3. Liga nötigen Liquiditätsnachweis nicht fristgerecht erbringen. Das wiederum liegt daran, dass der Hauptgesellschafter, der bei den Fans höchst unbeliebte Unternehmer Hasan Ismaik, eine Finanzierungszusage nicht erfüllte. Ismaik gehören seit 2011 60 Prozent der für die Profi-Mannschaft verantwortlichen „TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA“.
Die Verantwortlichen zeigen sich von Ismaiks Entscheidung enttäuscht. Manfred Paula, Geschäftsführer der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, sagt: „Ich bedauere die Nichteinhaltung der Finanzierungszusage durch den Gesellschafter HAM International. Bis zuletzt war ich fest davon überzeugt, dass eine Lösung im Interesse der Profifußball-Gesellschaft gefunden werden kann. Dieser Wunsch hat sich leider nicht erfüllt. Wir werden nun all unsere Energie darauf verwenden, einen schlagkräftigen Kader für die kommende Saison in der Regionalliga Bayern aufzustellen.“
Und nun zieht sich auch die Bayerische zurück. Offenbar auch aus wirtschaftlichen Gründen. Denn Bayerische-Chef Gräfer schreibt: „Gleichzeitig zwingt uns diese Situation dazu, Verantwortung zu übernehmen. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit müssen wir die Interessen unserer Kunden, Mitglieder, Mitarbeitenden und Vertriebspartner wahren.“
Die Kommentare auf Linkedin sind geteilt. Manche werfen der Bayerischen vor, den Verein in der Krise im Stich zu lassen. Dem hält Gräfer – durchaus zu Recht – entgegen, dass die Bayerische dem Verein bei seinem ersten Zwangsabstieg in die Regionalliga 2017 die Treue gehalten hatte. Schon damals waren Finanzierungszusagen geplatzt. Ein Jahr später ging’s wieder hinauf in die 3. Liga. Das erkennen andere Kommentatoren durchaus an und würdigen das langjährige Engagement der Bayerischen, auch in den zuletzt sehr turbulenten Zeiten (nachzulesen hier).
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Ein Kommentar
Vileicht wachen sie mal auf . Nur Giesing ist zu wenig. Andere Vereine lernen das schneller. Am besten Insolvent anmelden und neu starten, mit einer vernünftigen Führung und nicht mit Kindergarten. Und wenn ,dann sollten sie sich von einem Stadtteilverein zu einem vernünftigen Verein entwickeln außerhalb von Giesing. Sonst sehe ich schwarz.