Allianz Vorsorge Index

Inflation, unerwartete Ausgaben und Altersvorsorge treiben um

Nur jeder fünfte Deutsche glaubt, ausreichend fürs Alter vorgesorgt zu haben. Das geht aus dem Allianz Vorsorge Index hervor. Wenn in der Geldbörse später mal Ebbe herrschen sollte, haben die Bürger aber einen bestimmten Plan.
Benzinpreise an der Tankstelle mit verschiedenen Kraftstoffarten.
© picture alliance / Rene Traut Fotografie
Hohe Spritpreise befeuern aktuell die Inflation: Und genau vor diesen steigenden Lebenshaltungskosten haben viele Deutsche Angst.

Wenn es um die eigene Altersvorsorge geht, sind die Deutschen eher skeptisch. Nur jeder Fünfte glaubt, gut fürs Alter gespart zu haben. 46 Prozent haben zwar was gemacht, zweifeln aber, ob das für später ausreicht. Die übrigen 35 Prozent können aktuell kein Geld sparen oder beschäftigen sich nicht mit der Planung fürs Alter.

Das sind Ergebnisse des Allianz Vorsorge Index, für den der Marktforscher Ipsos im Auftrag der Allianz mehr als 1.000 Deutsche befragt hat.

Die drei größten finanziellen Sorgen

„Die Deutschen sind deutlich zuversichtlicher, als viele vermuten“, sagt Ruedi Kubat, Geschäftsführer der Allianz Lebensversicherung. „Der Allianz Vorsorge Index zeigt aber auch, dass die finanziellen Alltagssorgen oft dominieren. Zwar wissen auch die Jüngeren, wie wichtig Altersvorsorge für sie selbst ist. Doch viele gehen das Thema erst spät an und verlieren dadurch wertvolles Kapital für den eigenen Ruhestand.“

Nach ihren finanziellen Sorgen gefragt, geben die Befragten vor allem diese drei an:

  • 57 Prozent machen sich Sorgen wegen steigender Lebenshaltungskosten,
  • 34 Prozent haben Angst vor unerwarteten, hohen Ausgaben (etwa für Reparaturen) und
  • 31 Prozent treibt um, dass sie zu wenig für den Ruhestand sparen.

Die Angst, arbeitslos zu werden hält 15 Prozent der Deutschen nachts wach. Und 13 Prozent machen sich Sorgen wegen der eigenen Schuldenbelastung. Glückliche 13 Prozent der Befragten gaben an, keinerlei finanziellen Sorgen zu haben.

Plan B, wenn das Geld nicht reicht

Die finanziellen Ziele, die sich die Deutschen für die nächsten fünf Jahre gesetzt haben, korrespondieren mit diesen Sorgen.

  • 61 Prozent planen, finanzielle Reserven für unerwartete Ausgaben aufzubauen,
  • 55 Prozent wollen ihre Altersvorsorge vorantreiben und
  • 46 Prozent haben das Ziel, Geld für besondere Anlässe wie Hochzeiten und Urlaub anzusparen.

In Sachen Renteneintrittsalter sind sich die Befragten weitgehend einig: Die Deutschen wollen mit durchschnittlich 66 Jahren in Rente zu gehen. Im Schnitt planen sie dann mit einem monatlichen Einkommen von 2.431 Euro auf Basis der heutigen Kaufkraft.

Sollten die Einnahmen im Ruhestand nicht reichen, haben die Befragten einen Plan B: arbeiten. So kann sich knapp jeder Zweite vorstellen, im Alter einen Nebenjob anzunehmen. Oder sie arbeiten länger und gehen erst später in Rente.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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