Es gibt auf Social Media drei Themen, die manch einer vielleicht schon aus seiner Ausbildung im Vertrieb als „Todsünden“ kennt: Religion, Politik und Fußball. (Wobei Fußball eher deshalb dazu gehört, weil manche Diskussionen schneller eskalieren als ein Elfmeter in der Nachspielzeit.) Politik begegnet dir online heute überall. In Stories, Kommentaren, Reels, Memes. Du scrollst 5 Minuten und hast das Gefühl, du müsstest dich zu allem positionieren: Weltlage, Arbeitsmarkt, Gesundheitssystem, Bildung, Migration, Klima, Rente. Als wäre alles andere gleichbedeutend mit: „den Falschen zustimmen…“
Nur: Du musst nicht zu jedem politischen Thema eine Meinung posten, um überzeugend als vertrauenswürdiger Versicherungsmakler wahrgenommen zu werden. Vertrauen entsteht nicht durch Lagerzugehörigkeit. Vertrauen entsteht durch Klarheit, Kompetenz und die Art, wie du Menschen hilfst.
Schaut man nur in sozialen Medien fühlt sich Deutschland politisch oft an wie ein Spielfeld ohne Mittellinie: Links, rechts – wenig Grautöne. Dazu viele Menschen, die sich mit ihrer Meinung nicht akzeptiert fühlen oder sich von „der Politik“ nicht abgeholt sehen. In so einem Klima wirkt „Flagge zeigen“ schnell wie ein Test: Bist du auf meiner Seite oder gegen mich? Und genau da liegt das Problem für dein Geschäft: Positionierung kann Nähe schaffen, aber sie kann auch Türen schließen, bevor überhaupt ein Gespräch beginnt.
Noch deutlicher wird das bei Religion. Wir können uns hervorragend beraten fühlen, auch wenn jemand an etwas anderes glaubt als wir – solange es nicht Thema der Beratung wird. Gleichzeitig kann allein das Wissen darüber dazu führen, dass ein Termin gar nicht erst gebucht wird. Online entstehen Vorurteile schneller als im persönlichen Gespräch. Und Vorurteile helfen weder dir noch deinen Kundinnen und Kunden.
Polarisierung ist kein Marketing-Hack. Polarisierung ist ein Risiko. Zumindest dann, wenn dein Ziel nicht virtueller Applaus ist, sondern ein echter neuer Kunde.
Heißt das, du sollst politische Themen komplett meiden? Nein. Aber wenn du darüber sprechen willst, dann informativ statt missionarisch. Die eigene Meinung bleibt draußen, der Nutzen für die Community steht im Mittelpunkt.
Zwei Beispiele: Wenn es Diskussionen über einen möglichen „Karenztag“ gibt, kannst du das aufgreifen und neutral erklären, was das finanziell bedeuten würde und wie Krankentagegeld funktioniert. Wenn über Einschränkungen bei Teilzeit gestritten wird, kannst du ohne Kommentar aufklären, welche Folgen Teilzeit langfristig bei Rente und Absicherung haben kann. Das ist relevant, das ist hilfreich – und das ist dein Spielfeld.
Und Fußball? Da gilt: Wenn du nach einem Spiel postest, dass der Schiedsrichter „gekauft“ war, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn die Kommentarspalte aussieht wie ein Fanblock.
Unser Tipp: Bau deine Sichtbarkeit nicht auf Themen, die Menschen trennen – sondern auf Themen, die Menschen weiterbringen. Das ist am Ende auch die nachhaltigste Strategie für Reichweite, Reputation und Anfragen. (Und ja: Genau solche Leitplanken sind auch Teil unserer Social Media Maklerclass – ganz dezent gesagt.😉)
Nadja Smeilus und Patrick Hamacher sind Teil der Biomex GmbH und unterstützen Vermittlerinnen und Vermittler dabei, sich auf Social Media sichtbar, professionell und authentisch zu positionieren. Mit der „Social Media Maklerclass“ haben sie einen Videokurs entwickelt, der praxisnah zeigt, wie Vermittler Reichweite aufbauen, Vertrauen schaffen und Kunden gewinnen – auch ohne Kamera-Erfahrung oder Marketingstudium.
Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.