Ohne erneute Gesundheitsprüfung

Optionstarif – Eintrittskarte in die PKV von morgen

Als junger Mensch seinen guten Gesundheitszustand „einfrieren“? Versicherungstechnisch kein Problem. Mit einem Optionstarif halten sich Ihre Kunden die Möglichkeit offen, in Zukunft ohne erneute Gesundheitsprüfung in die PKV zu wechseln. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.
Zwei Frauen im Winterkleidung sprechen sich auf verschneitem Gelände ab.
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Zwei junge Frauen stretchen sich nach dem Joggen im Schnee: Optionstarife sichern den heutigen Gesundheitszustand für einen späteren PKV-Wechsel.

Ein Optionstarif ist für unterschiedliche Personengruppen attraktiv. Makler sollten vor allem folgende Kundinnen und Kunden offensiv auf einen solchen Tarif ansprechen: 

  • Berufseinsteiger, aber womöglich auch schon Schüler, Studenten und Auszubildende 
  • angehende Beamte 
  • Angestellte, bei denen absehbar ist, dass sie in Zukunft mit ihrem Jahreseinkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegen werden (Stand 2026: 77.400 Euro) 
  • freiwillig gesetzlich Versicherte, die sich die Option eines späteren Wechsels in die private Krankenversicherung erhalten wollen 
  • PKV-Kunden, die zu einem späteren Zeitpunkt beim selben Anbieter in einen höherwertigen Tarif wechseln möchten

 

Sportverletzung? Diabetes? Mit Optionstarif trotzdem in die PKV

Nach vorheriger Gesundheitsprüfung können diese Personen schon für unter 10 Euro monatlich einen Optionstarif abschließen. Damit erwerben sie das Recht, zu einem späteren Zeitpunkt ohne erneute Gesundheitsprüfung eine private Krankenversicherung abzuschließen – also ohne Gefahr zu laufen, Leistungsausschlüsse oder Risikozuschläge in Kauf nehmen zu müssen, wenn sich die Gesundheit bis dahin verschlechtert haben sollte. Das könnte zum Beispiel nach einer Sportverletzung der Fall sein. Oder wenn eine Volkskrankheit wie Diabetes festgestellt wird. Damit wäre es im Normalfall schwierig, überhaupt eine PKV abschließen zu können. Mit Optionstarif besteht die Möglichkeit dagegen trotzdem.  

Gute Optionstarife sind für Voll- und Zusatzversicherungen abschließbar. Auf jeden Fall sollten interessierte Kunden aber darauf hingewiesen werden, dass er allein noch keinen Versicherungsschutz bietet, wie es manchmal irrtümlich angenommen wird. Und: Die PKV-Option kann nur bei dem Versicherer gezogen werden, bei dem der Optionstarif abgeschlossen wurde. 

Laufzeit und Altersgrenzen beim Optionstarif beachten

Optionstarife unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter, beispielsweise in der Länge der Laufzeit. Viele Versicherer veranschlagen für den Zeitraum, in dem die Option gezogen werden kann,zehn Jahre, möglicherweise aber mit der Möglichkeit, den Optionstarif danach zu verlängern. Eine andere Variante sieht ein Höchstalter vor, zum Beispiel 50 Jahre. Ebenfalls in der Beratung zu beachten: In der Regel ist auch eine Altersgrenze vorgesehen, bis zu der ein Optionstarif abgeschlossen werden kann. Häufig liegt diese Grenze bei Mitte 40. Kunden, die sich diesem Alter nähern, sollten also möglichst bald angesprochen werden. 

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Autor

René Weihrauch arbeitet seit 35 Jahren als Journalist. Einer seiner Schwerpunkte sind Finanz- und Verbraucherthemen. Neben Pfefferminzia schreibt er für mehrere bundesweit erscheinende Zeitschriften und international tätige Medienagenturen.

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