Deutschland ist auch darunter

Gesetzliche Rente reicht in vielen Ländern Europas nicht

Reicht mein Geld für einen würdigen Ruhestand? Diese Frage stellen sich in Europa wohl einige Menschen. Das ernüchternde Ergebnis: Geht es nur nach der Höhe der gesetzlichen Rente lautet die Antwort bei den meisten – nein. Das zeigte eine aktuelle Analyse.
Älterer Mann mit Sorgen um seine Rente, sitzt nachdenklich am Fenster.
© Freepik
Finanzielle Sorgen im Alter: Für viele Senioren in Europa ist das bittere Realität. Denn die gesetzliche Rente reicht oft nicht, um die Lebenshaltungskosten zu decken.

Europa hat ein Problem: In 26 von 30 europäischen Ländern deckt die staatliche Altersrente die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten älterer Menschen nicht ab – und zwar schon vor Abzug von Steuern.

Da zeigt eine Analyse von Datapulse Research. Nur in Spanien, Polen, Tschechien und Rumänien liegt die durchschnittliche Rente über den typischen Ausgaben von Menschen über 60.

Im restlichen Europa klafft eine teils dramatische Lücke: In Ländern wie Kroatien, Slowenien oder Norwegen liegt die staatliche Unterstützung mehr als ein Drittel unter den tatsächlichen Kosten.

In Deutschland ist es ungefähr ein Drittel: So beträgt die durchschnittliche Rente vor Steuern 19.100 Euro. Die Ausgaben der Rentner rangieren aber bei rund 28.700 Euro.

Aber: Ein hohes Rentendefizit führt nicht zwangsläufig auch zu Altersarmut. Länder wie Norwegen oder Luxemburg weisen trotz einer rechnerisch unzureichenden staatlichen Rente ein niedriges Armutsrisiko auf. Hier greift das „Drei-Säulen-Prinzip“: Ein Netz aus betrieblicher Vorsorge, privaten Ersparnissen und teilweise einer hohen Wohneigentumsquote fängt das staatliche Defizit auf. In Süd- und Osteuropa hingegen ist die staatliche Rente oft die einzige Brandmauer gegen die Armut.

 

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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