Die Preise in der Pflege steigen weiter. Jetzt haben die Gesamtkosten für Heimplätze einen neuen zweifelhaften Rekord aufgestellt: Ende 2025 lagen sie um Durchschnitt zum ersten Mal über 5.000 Euro, nämlich bei 5.033 Euro.
Das hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIDO) ermittelt. Es stellte fest, dass auch der Staat den Trend nicht brechen kann. Obwohl er mehr zuschießt und Leistungen zusätzlich steigen lässt (Dynamisierung), ziehen die Eigenanteile an. Laut WIDO liegt das an den gestiegenen Lohnkosten. Und das liegt wiederum daran, dass Einrichtungen Mitarbeiter nach Tarif bezahlen müssen und diese wegen der Inflation gestiegen sind. Was für die Angestellten zweifellos gute Nachrichten sind. Aber es treibt nun mal die Preise.
Doch wie geht es nun weiter? Dafür haben die Wissenschaftler einige Szenarien durchgespielt. Stiegen die Zuzahlungen jährlich eher mittelstark um 10 Prozent, würden die Eigenanteile bis 2030 auf 1.636 Euro im Monat wachsen. Allerding kommen noch Unterkunft, Verpflegung und Investition hinzu, und die ziehen ebenfalls an.
Ein eher defensives Szenario mit plus 5 Prozent im Jahr sieht die Eigenanteile 2030 bei lediglich 1.291 Euro. Und die Variante mit plus 15 Prozent pro Jahr lässt sie auf 2.050 Euro steigen. Mehr Details zeigt die folgende Grafik.

Eine weitere Übersicht zeigt die Zukunft der Eigenanteile inklusive Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten:

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