- Von Barbara Bocks
- 18.08.2025 um 12:00
Die Sommerferien sind in einigen Bundesländern schon vorbei, und viele Kinder und Jugendliche machen sich wieder auf den Schulweg. Klar ist: Der Verkehr erfordert volle Aufmerksamkeit. Das spiegelt sich seit Jahren in den Zahlen des Statistischen Bundesamtes wider: Kinder verunglücken besonders häufig am frühen Morgen, zwischen 7 und 8 Uhr, sowie ab Mittag, wenn die Schule zuende ist.
Der Weg zur Schule sollte also nicht der kürzeste, sondern der sicherste sein, gibt die Huk-Coburg in einem Beitrag zu bedenken. Ein kleiner Umweg kann sich lohnen, wenn dafür Ampeln oder Schülerlotsen das Überqueren der Straße sicherer machen.
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Eine Schüler-BU schützt auch die Eltern
Doch welches ist der sicherste Weg? Eltern können eigene Erfahrung auf dieser Website faktenbasiert noch einmal gegenchecken: Hier können sie eine möglichst sichere Route auf Basis bekannter Gefahrenstellen berechnen. Einen Teil der Daten liefert die Huk-Coburg an die „Initiative für sichere Straßen“, die das Schulweg-Portal betreibt.
Basis ist der Telematik-Tarif des Versicherers, den fast 700.000 Kunden nutzen. In aggregierter und anonymisierter Form geben diese Daten Hinweise auf Gefahren im Verkehr. Weitere Daten, die in die Berechnung einfließen, sind unter anderem die polizeilichen Unfalldaten sowie Meldungen von Verkehrsteilnehmern.
Vor der Straßenüberquerung sollten Kinder Blickkontakt zum Autofahrer suchen
Eltern von ABC-Schützen rät die Huk-Coburg, die Route zusammen mit ihren Kindern zu planen und mehrfach abzugehen. Wichtig ist auch, dass ein Kind mit ausreichendem Abstand zum fließenden Verkehr am Bordstein stehen bleibt. Und vor der Straßenüberquerung sollten Kinder immer den Blickkontakt zum Autofahrer suchen. Richtig üben lässt sich nur unter realen Bedingungen: Also morgens, wenn die Schule beginnt und mittags, wenn sie endet.
Doch der Gesetzgeber weiß, dass Kinder vom motorisierten Straßenverkehr oft überfordert sind. Dies gilt insbesondere wenn sie Geschwindigkeiten und Entfernungen einschätzen sollen. Darum haften Kinder für Schäden, die sie Dritten bei einem Verkehrsunfall fahrlässig zufügen, erst ab ihrem zehnten Geburtstag. Das hat für Autofahrer weitreichende Konsequenzen. Werden sie in einen Unfall mit einem nicht-deliktsfähigen Kind verwickelt, haften sie unabhängig von der Schuldfrage.
Vorsichtig fahren, wenn ein Kind in Sicht ist
Autofahrer müssen also stets damit rechnen, dass Kinder sich im Straßenverkehr nicht regelkonform verhalten. Ein Kind sehen, heißt vorsichtig fahren, beide Straßenseiten im Auge behalten und jederzeit bremsbereit sein. Dies gilt in besonderem Maße in verkehrsberuhigten Zonen sowie vor Kindergärten und Schulen.
Ob ältere Kinder über zehn Jahren tatsächlich für einen Unfall und seine Folgen einstehen müssen, hängt von ihrer Einsichtsfähigkeit ab. Entscheidend ist, ob sie die eigene Verantwortung und die Konsequenzen ihrer Handlungen richtig einschätzen können. Gleichzeitig kommt es auf das individuelle Verschulden in der konkreten Situation an und auf die Frage, ob von einem Kind dieses Alters korrektes Verhalten überhaupt erwartet werden konnte.
Lautet die Antwort ja, müssen auch Kinder für sämtliche Haftpflichtansprüche ihres Opfers aufkommen. Sobald das Kind selbst Geld verdient, muss es zahlen. Haben die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt, können auch sie zur Kasse gebeten werden. Schutz bietet in beiden Fällen eine private Haftpflichtversicherung.


















































































































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