Ärztemangel, Pflege, Finanzen

Das wünschen sich Bürger vom künftigen Gesundheitsminister

Nach der Bundestagswahl wird sich die neue Bundesregierung schnell um dringende Themen kümmern müssen. So auch der neue Gesundheitsminister. Was sich die Bürger hier wünschen, zeigt eine aktuelle Umfrage.
Ältere Ärztin mit Patient: Der Ärztemangel, vor allem auf dem Land, ist eines der Themen, die der neue Gesundheitsminister angehen müsste, finden die Bürger hierzulande.
© Seventyfour/Freepik
Ältere Ärztin mit Patient: Der Ärztemangel, vor allem auf dem Land, ist eines der Themen, die der neue Gesundheitsminister angehen müsste, finden die Bürger hierzulande.

Welche Themen sollte der künftige Gesundheitsminister oder die künftige Gesundheitsministerin nach der Bundestagswahl am schnellsten angehen? Mit dieser Frage befasste sich kürzlich eine repräsentative Umfrage unter 2.345 Befragten des Instituts Yougov im Auftrag der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse.

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Hier das Ergebnis:
  • 91 Prozent der Bundesbürger wünschen sich Lösungen für den Fachkräftemangel in der Pflege.
  • 85 Prozent sehen beim Ärztemangel – vor allem auf dem Land – hohen Handlungsbedarf.
  • Weitere 85 Prozent finden, dass die Finanzierung der Pflegeversicherung weit oben auf die Agenda des Gesundheitsministeriums gehört.
  • Und 84 Prozent fordern politische Initiativen, um den stark steigenden Beiträgen in der gesetzlichen Krankenversicherung entgegenzuwirken.

Eine bessere Koordination zwischen Arztpraxen, Krankenhäusern und Krankenkassen schätzen noch 77 Prozent der Befragten als eher oder sehr dringend ein. Mittelfristig könnte hier die elektronische Patientenakte helfen, die in diesen Tagen eingeführt wird.

56 Prozent betrachten eine stärkere Nutzung von Gesundheitsdaten zur Individualisierung der Gesundheitsversorgung als notwendig. Den Bedarf an einer Ausweitung digitaler Angebote wie Gesundheits-Apps schätzen nur noch weniger als die Hälfte der Befragten als hoch ein (45 Prozent).

Außerdem abgefragt wurde die Sicht auf mehr Präventionsangebote zur Verhinderung von Krankheiten. Hier sehen Frauen mit 68 Prozent im Schnitt öfter einen sehr hohen oder eher hohen Handlungsbedarf als Männer (59 Prozent). Das Vorbeugen zukünftiger Pandemien schätzen 57 Prozent der Befragten als dringend ein.

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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