Seit 24 Jahren überprüft die Rating-Agentur Franke und Bornberg mittlerweile mit ihrem PKV-Rating die Qualität privater Krankenversicherer. Für ihr aktuelles Rating hat sie Bilanzdaten und Servicekennzahlen aus dem Zeitraum 2019 bis 2023 sowie die Bestandsbeiträge im Zeitraum 2000 bis 2024 von 30 Versicherern untersucht.
Bester Anbieter ist in diesem Jahr die LVM. Erstmals seit dem Jahr 2017, als die VGH Provinzial den Gesamtsieg einfuhr, geht damit nicht die Debeka als Gewinner aus dem Rating hervor.
Mit 89 von maximal 100 Punkten setzte sich die Gesellschaft gegen die Mitbewerber durch und erhält die Bestnote „mmm+“. Während es bei den Bilanzkennzahlen für die LVM mit 27,40 von maximal 30 Punkten ebenfalls für die Spitzenposition reicht, liegt der Versicherer im Service-Teil auf Platz 2 und bei der Vertragsbewertung auf dem dritten Rang.
Auch die Signal Iduna erhält mit insgesamt 88,85 Punkten die Bestnote „mmm+“ und landet auf Platz 2. Mit dem vierten Rang in der Bilanzwertung, Position 7 im Service und einer Goldmedaille im Bereich Vertragsdaten sichert sich der Dortmunder Versicherer mit insgesamt 88,85 Punkten erneut den zweiten Platz.
Die Debeka als bisheriger Seriensieger haben die Analysten ebenfalls mit der höchsten Bewertung ausgezeichnet. Sie erzielt insgesamt 85,70 Punkte und landet auf Rang 3.
Die Allianz führt das Feld der mit „mmm“ für sehr gute Leistungen bewerteten Versicherer an. Mit 83,8 Punkte verfehlt sie die Spitzengruppe nur knapp. Eine sehr gute Bewertung erreichen außerdem die Alte Oldenburger (82,5 Punkte), VGH Provinzial (82,0 Punkte), R+V (80,5 Punkte), SDK (79,7 Punkte) sowie Concordia (75,2 Punkte).
Das Teilnehmerfeld der mit „mm“ für gute Leistungen bewerteten Unternehmen führt die Württembergische mit 68,1 Punkten an. Auch die Hanse-Merkur (67,7 Punkte) bestätigt das Niveau des Vorjahres und erhält das Prädikat „gut“.
Generell erhöhten die Teilnehmer im PKV-Rating im Jahr 2024 die Beiträge stärker als noch im Vorjahr.
Wie es 2025 in der PKV weitergehen wird, lesen Sie hier.
In ihrem PKV-Rating untersuchen die Analysten von Franke und Bornberg die Anbieter von Krankheitskostenvollversicherungen in den Bereichen Bilanz, Service sowie Vertrag nach klar definierten Kriterien. Jedem Kriterium ist eine maximal erreichbare Punktzahl zugeordnet.
Zehn Bilanzkennzahlen, fünf Servicequoten zuzüglich einer Bewertung des Gesundheitsmanagements, der Transparenz, Entwicklungen der Bestandsbeiträge in den Bereichen Vollkosten- und Restkostenversicherung sowie in der stationären Zusatzversicherung nebst Vertrags-Flexibilität bilden das Gerüst für die Bewertung im Rating.
Bei den Vertragskennzahlen untersuchten die Analysten Vertragsverläufe jeweils für den Zeitraum von dem Jahr 2000 bis 2024 und für die Jahre 2005 bis 2024. Dabei flossen außerdem prozentuale und absolute Beitragsentwicklung in die Bewertung mit ein. Die Bilanz- und Servicekennzahlen untersuchten die Analysten über die vergangenen fünf Geschäftsjahre.
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