Die beim Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) angeschlossenen Vermittler sind unzufrieden. Und zwar damit, wie Versicherer Schäden bearbeiten. Fast jeder zweite Makler benotet die Schadenbearbeitung mit einer 5 oder sogar einer 6.
Das geht aus der alljährlichen Umfrage des BDVM unter seinen Mitgliedern hervor. Diesmal nahmen 149 Verbandsmitglieder daran teil. Eine 1 für die Schadenbearbeitung der Versicherer vergab keiner von ihnen. Das Ergebnis zeigt die folgende Grafik.

Etwas besser sieht es bei der Frage aus, wie gut die Versicherer die Bestände bearbeiten, sprich: der Policierung. Hier vergaben immerhin zwei Drittel die Noten 3 oder 4. Eine 6 erteilten lediglich fünf Makler. Doch der Trend ist wohl eher unerfreulich. So heißt es vom BDVM, dass die Makler in Kommentaren auf „immer weniger Kompetenz bei den Versicherern“ hinwiesen. Den gesamten Notenspiegel zeigt die Grafik.

Ein wichtiger Teil der Umfrage befasst sich jedoch mit den wirtschaftlichen Umständen der Makler. Und das beginnt mit der Erkenntnis, dass mehr als jeder Zweite (56,4 Prozent) die aktuelle Gewinnsituation als „gut“ einschätzt. Sogar „Sehr gut“ finden sie weitere 26,2 Prozent. Lediglich 2,0 Prozent empfinden sie als schlecht.
Die gute Lage liegt insbesondere an steigenden Courtage-Einnahmen, von denen 85,7 Prozent der Befragten berichten. Bei wie vielen es wie sehr aufwärts geht, zeigt die folgende Grafik.

Seite 2: Wo die Courtage am stärksten steigt
Ein Großteil des Anstiegs geht auf Sachversicherungen zurück. 75,7 Prozent der Befragten verzeichnen auf diesem Gebiet Zuwächse. Auf dem Gebiet Leben sind es lediglich 18,0 Prozent. Wie sich der Rest aufteilt, zeigt eine weitere Grafik.

Weiter geht es mit dem inzwischen allgegenwärtigen Personalmangel. Und der scheint sich bei den befragten BDVM-Maklern in Grenzen zu halten. Bei 56,4 Prozent blieb die Mitarbeiterzahl gleich, bei weiteren 33,5 Prozent stieg sie sogar. Allerdings stiegen bei 81,2 Prozent in diesem Zug auch die Personalkosten – was aber nun nicht wirklich verwundern sollte.
Als mögliche Hilfe in der Personalnot gilt nach wie vor Technik allgemein und Künstliche Intelligenz (KI) im Speziellen. Entsprechend aufgeschlossen zeigen sich die Befragten bei einer entsprechenden Frage. Die folgende Grafik zeigt, auf welchen Gebieten sie KI bereits nutzen.

Seite 3: Licht und Schatten und Prioritäten bei der Technik
So lala sieht es hingegen beim aktuellen Stand der Technik aus. Immerhin über 40 Prozent beurteilen ihre eigene Digitaltechnik als sehr gut oder gut. Aber weitere 44,3 Prozent geben ihr die Note 3.
Dazu passt die Erkenntnis, dass lediglich 12,1 Prozent der Befragten ihre Geschäfte ausschließlich online abwickeln. Bei der überwältigenden Mehrheit läuft immer auch noch persönlich ab.

Auf Cloud-Dienste greift immerhin schon eine Mehrheit zurück, wie die Grafik zeigt.

Zudem fragte der BDVM auch nach den wichtigsten Themen aus der (Digital-)Technik. Ganz vorn liegen dabei Maklerverwaltungsprogramme und Bipro, Schnittstellen und Datenaustausch, die jeweils zwei Drittel sehr wichtig finden und das übrige Drittel wichtig. Ähnliche Werte erzielen die Themen „Prozessoptimierung“ und „Digitalisierung“. Als eher wenig interessant gelten hingegen soziale Medien, die nur 6,7 Prozent sehr wichtig, aber immerhin 27,5 Prozent wichtig finden.
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