Der Chor derjenigen, die mehr Leistung in Deutschland fordern, hat eine weitere Stimme hinzubekommen: Kein geringerer als Allianz-Chef Oliver Bäte fordert in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“, dass die Menschen mehr arbeiten. Und dass sie das auch wollen.
Bätes Logik: Deutschland fehlt es gar nicht an Fachkräften. „Vielmehr haben wir einen Mangel an Fachkräften, die genug arbeiten können und vor allem motiviert sind, mehr zu arbeiten“, schreibt der Allianz-Chef in seinem Artikel. Frei übersetzt: Fachkräfte mit ausreichender Lust auf Arbeit.
Als Argument bringt er Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Demnach leisteten 46 Millionen Erwerbstätige in Deutschland 2023 insgesamt so viele Arbeitsstunden wie die nur 39 Millionen Erwerbstätigen im Jahr 1991. Was mit an der zunehmenden Teilzeitarbeit liege. „Dass sich in diesem Umfeld einige Gewerkschaften mit der Forderung nach Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich profilieren wollen, grenzt an Wirklichkeitsverlust“, wird Bäte deutlich.
Im Grunde lässt sich sein Beitrag recht einfach zusammenfassen: Die Menschen sollen mehr arbeiten und weniger krank sein. Schließlich lassen sich die Deutschen deutlich öfter krankschreiben als die Menschen in anderen Ländern.
„Die Zeit ist gekommen, in der wir uns als Gesellschaft entscheiden müssen: Sind wir bereit, für unseren Wohlstand zumindest so viel und so produktiv zu arbeiten, wie es in anderen Industriestaaten üblich ist?“, fragt der Manager und nennt ein paar Stellschrauben, wie die Arbeitskraft wieder besser in die Gänge kommen könnte:
Mit seinen Ansichten steht Oliver Bäte übrigens bei weitem nicht allein. Auch andere Persönlichkeiten der Wirtschaft fordern, dass die Deutschen mehr arbeiten.
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