
Pro Jahr passieren in Deutschland rund 38.000 Sportunfälle. Das hat der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) herausgefunden. Die Ergo Versicherung hat für das Jahr 2023 aus ihren knapp 6.600 Schadensmeldungen für Sportunfälle analysiert, bei welchem Freizeitsport diese konkret aufgetreten sind.
Verletzungen, die bei den Sportunfällen entstehen, können ganz schön fies sein. Mehr als ein Drittel der im Jahr 2023 bei der Ergo registrierten verletzten Freizeitsportler hatten es mit Knochenbrüchen oder Knorpel- und Sehnenschäden zu tun. Diese haben sich die Versicherten vor allem auf dem Fußballplatz zugezogen. Auch bei einer Sportunfall-Statistik des GDV rangiert Fußball mit einem Drittel aller Verletzungen auf Platz 1.
So weit, so wenig überraschend. Neben Fußball kommen aber auch andere Sportarten mit hohen Unfallquoten in dem Ranking vor, die wir dort nicht unbedingt vermutet hätten. Welche das sind, erfahren Sie in der folgenden Bilderstrecke.
Hinweis: Alle Daten, die für die Platzierung im Ranking gesorgt haben, stammen aus der Ergo-Unfallstatistik 2023.

Schlittschuhlaufen hat in den Top 10 der Ergo-Statistik des Jahres 2023 das Inlineskaten aus dem Zehnjahres-Trend abgelöst. Mit 63 Unfällen treten Sportunfälle im Vergleich zu den anderen Sportarten in der Ergo-Statistik seltener auf. Um Verletzungen, blaue Flecken, Prellungen sowie Knochenbrüche zu vermeiden, raten Experten Sportlern zu dicken Handschuhen, Ellbogen- und Knieschonern sowie Kindern zu einem Helm.

Tennis liegt mit 78 Sportunfällen knapp hinter dem Schlittschuhlaufen auf Platz 9. Der Deutsche Tennis-Bund hatte im Jahr 2023 laut Angaben des Deutschen Olympischen Sportbundes knapp 1,5 Millionen Mitglieder. Seit 2020 ist die Zahl der Mitgliedschaften in Deutschlands 8.700 Tennisvereinen um knapp 109.000 gestiegen. Für diese hohe Mitgliederzahl hält sich die Zahl der Unfälle sehr in Grenzen.

Wassersport ist ein Sammelbegriff für viele verschiedene Sportarten. Dazu zählen beispielsweise Segeln, Motorbootfahren, Tauchen, Kanufahren sowie Schwimmen. Im Jahr 2021 haben in Deutschland laut Angaben von Statista rund 630.000 Personen ab 14 Jahren mehrmals monatlich Wassersport betrieben.

Auch die Zahl der Basketballunfälle ist leicht gesunken. Im Zehnjahres-Trend taucht vor Basketball – an Rang 7 – die Leichtathletik auf. Für das Jahr 2023 hat es dieser Sportbereich bei der Ergo-Statistik nicht in die Top 10 geschafft. Bei Olympia in Paris 2024 hat die männliche Basketballmannschaft Platz 4 erreicht. Die weibliche 3×3-Mannschaft aus Deutschland hat bei dem Wettbewerb Gold geholt.

Im Volleyball ist die Quote mit aktuell 151 Sportunfällen in der Ergo-Statistik um 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Zehnjahrestrend gesunken. Beachvolleyball ist bei vielen Freizeitsportlern im Sommer sehr beliebt. Und Deutschland ist in dieser Disziplin auch international stark. Im August 2024 hat aber die seit Jahrzehnten erfolgreiche Beachvolleyballerin Laura Ludwig ihr Karriereende bekanntgegeben.

Die Zahl der Handballunfälle im Jahr 2023 liegt laut Angaben der Ergo in etwa auf dem gleichen Niveau wie über die vergangenen zehn Jahre. Im Jahr 2023 gab es in Deutschland rund 69 Millionen Personen ab 14 Jahren, denen Handball bekannt war. Davon interessierten sich laut Angaben von Statista rund 7,35 Millionen Personen ganz besonders für diese Sportart.

Mit 255 Unfällen landet der Reitsport auf Platz 4 des Ergo-Unfall-Rankings. Die Deutsche Reitvereinigung zählt laut Angaben von Ergo nur gut 800.000 Reiter, die in Deutschland regelmäßig aktiv sind. Knapp doppelt so viele sitzen gelegentlich auf dem Pferd. Für Verletzungen im Reitsport zahlen Versicherer laut Angaben des GDV rund 6.900 Euro pro versicherter Person.

Auf Platz 3 der Ergo-Statistik landet Fahrradfahren. Diese Freizeitaktivität ist für knapp 10 Prozent aller Sportunfälle der Ergo-Versicherten verantwortlich. Das ist gut 1 Prozentpunkt weniger als der Zehnjahres-Trend. Allerdings gehen die Ergo-Unfallexperten mittelfristig von einer Zunahme von Fahrradunfällen aus. Denn immer mehr Menschen sind mit ihren E-Bikes mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs.

Mit 15,8 Prozent aller Fälle rangieren Ski- und Rodelbob-Unfälle an zweiter Stelle der Ergo-Statistik. Das entspricht einem Anstieg um 0,7 Prozentpunkte gegenüber dem 10-Jahres-Vergleich. Das ist aus der Sicht der Ergo insofern bemerkenswert, da Skifahren nur auf wenige Wintermonate beschränkt ist. Laut einer GDV-Auswertung passiert jeder fünfte Sportunfall beim Skifahren.

Der Anteil der Sportunfälle beim Fußball ist in der Ergo-Statistik im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte zurückgegangen. Allerdings machen Fußballunfälle mit 33,9 Prozent weiterhin den mit Abstand größten Anteil aller Sportunfälle aus. Und im 10-Jahres-Vergleich ist er 2023 um 1,5 Prozentpunkte gestiegen. Bei den GDV-Zahlen sorgen Fußballverletzungen für ein Drittel aller Sportunfälle.

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