Ergo-Statistik

Sportunfälle kommen vor allem bei diesen Sportarten vor

Sportunfälle treten nicht nur bei Profis, sondern auch bei Freizeitsportlern auf. Die Ergo hat untersucht, welche Sportarten 2023 für die höchste Anzahl an Schadenmeldungen ihrer Versicherten gesorgt haben. Die zehn gefährlichsten Sportarten mit den meisten Sportunfällen finden Sie hier.
Lionel Messi fällt bei einem Freundschaftsspiel zwischen Argentinien und Australien hin: Beim Fußball passieren auch unter Freizeitsportlern die meisten Sportunfälle.
© picture alliance / Xinhua News Agency | Zhang Chen
Ballkünstler Lionel Messi fällt bei einem Freundschaftsspiel zwischen Argentinien und Australien hin: Beim Fußball passieren auch unter Freizeitsportlern die meisten Sportunfälle.

Pro Jahr passieren in Deutschland rund 38.000 Sportunfälle. Das hat der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) herausgefunden. Die Ergo Versicherung hat für das Jahr 2023 aus ihren knapp 6.600 Schadensmeldungen für Sportunfälle analysiert, bei welchem Freizeitsport diese konkret aufgetreten sind.

Verletzungen, die bei den Sportunfällen entstehen, können ganz schön fies sein. Mehr als ein Drittel der im Jahr 2023 bei der Ergo registrierten verletzten Freizeitsportler hatten es mit Knochenbrüchen oder Knorpel- und Sehnenschäden zu tun. Diese haben sich die Versicherten vor allem auf dem Fußballplatz zugezogen. Auch bei einer Sportunfall-Statistik des GDV rangiert Fußball mit einem Drittel aller Verletzungen auf Platz 1.

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So weit, so wenig überraschend. Neben Fußball kommen aber auch andere Sportarten mit hohen Unfallquoten in dem Ranking vor, die wir dort nicht unbedingt vermutet hätten. Welche das sind, erfahren Sie in der folgenden Bilderstrecke.

Hinweis: Alle Daten, die für die Platzierung im Ranking gesorgt haben, stammen aus der Ergo-Unfallstatistik 2023.

Platz 10: Schlittschuhlaufen mit 63 Unfällen und einem Anteil von 1,0 Prozent
Familie am Schlittschuhlaufen auf einem See: Schlittschuhlaufen ist in Deutschland ein beliebter Freizeitsport im Winter. (Foto: picture alliance / VIE7143 | Leopold Nekula)
Familie läuft Schlittschuh auf einem See: Schlittschuhlaufen ist in Deutschland ein beliebter Freizeitsport im Winter. (Foto: picture alliance / VIE7143 | Leopold Nekula)

Schlittschuhlaufen hat in den Top 10 der Ergo-Statistik des Jahres 2023 das Inlineskaten aus dem Zehnjahres-Trend abgelöst. Mit 63 Unfällen treten Sportunfälle im Vergleich zu den anderen Sportarten in der Ergo-Statistik seltener auf. Um Verletzungen, blaue Flecken, Prellungen sowie Knochenbrüche zu vermeiden, raten Experten Sportlern zu dicken Handschuhen, Ellbogen- und Knieschonern sowie Kindern zu einem Helm.

Platz 9: Tennis mit 78 Unfällen und einem Anteil von 1,2 Prozent
Tennisspieler Alexander Zverev gibt Alexandre Mueller die Hand: Tennis sorgt bei Freizeitsportlern unter den Ergo-Versicherten für 78 Sportunfälle. (Foto: picture alliance / Reuters | Eduardo Munoz)
Tennisspieler Alexander Zverev gibt Alexandre Mueller die Hand: Tennis sorgt bei Freizeitsportlern unter den Ergo-Versicherten für 78 Sportunfälle. (Foto: picture alliance / Reuters | Eduardo Munoz)

Tennis liegt mit 78 Sportunfällen knapp hinter dem Schlittschuhlaufen auf Platz 9. Der Deutsche Tennis-Bund hatte im Jahr 2023 laut Angaben des Deutschen Olympischen Sportbundes knapp 1,5 Millionen Mitglieder. Seit 2020 ist die Zahl der Mitgliedschaften in Deutschlands 8.700 Tennisvereinen um knapp 109.000 gestiegen. Für diese hohe Mitgliederzahl hält sich die Zahl der Unfälle sehr in Grenzen.

Platz 8: Wassersport (inklusive Wasserball) mit 83 Unfällen und einem Anteil von 1,3 Prozent
Mehrere Kanufahrer auf dem Wasser: Wassersport ist ein Sammelbegriff für viele Sportarten wie Schwimmen, Segeln oder Tauchen. (Foto: picture alliance / imageBROKER | Raimund Kutter)
Kanufahrer auf dem Wasser: Wassersport ist ein Sammelbegriff für viele Sportarten wie Schwimmen, Segeln oder Tauchen. (Foto: picture alliance / imageBroker | Raimund Kutter)

Wassersport ist ein Sammelbegriff für viele verschiedene Sportarten. Dazu zählen beispielsweise Segeln, Motorbootfahren, Tauchen, Kanufahren sowie Schwimmen. Im Jahr 2021 haben in Deutschland laut Angaben von Statista rund 630.000 Personen ab 14 Jahren mehrmals monatlich Wassersport betrieben.

Platz 7: Basketball mit 96 Unfällen und einem Anteil von 1,5 Prozent
Die Deutschen Olympiagewinnerinnen im 3x3 Basketball 2024: In der Ergo-Statistik gehört Basketball mit 96 Unfällen zu den weniger gefährlichen Sportarten. (Foto: picture alliance/dpa | Sina Schuldt)
Die Deutschen Olympiagewinnerinnen im 3×3 Basketball in Paris 2024: In der Ergo-Statistik gehört Basketball mit 96 Unfällen zu den weniger gefährlichen Sportarten. (Foto: picture alliance/dpa | Sina Schuldt)

Auch die Zahl der Basketballunfälle ist leicht gesunken. Im Zehnjahres-Trend taucht vor Basketball – an Rang 7 – die Leichtathletik auf. Für das Jahr 2023 hat es dieser Sportbereich bei der Ergo-Statistik nicht in die Top 10 geschafft. Bei Olympia in Paris 2024 hat die männliche Basketballmannschaft Platz 4 erreicht. Die weibliche 3×3-Mannschaft aus Deutschland hat bei dem Wettbewerb Gold geholt.

Platz 6: Volleyball mit 151 Unfällen und einem Anteil von 2,3 Prozent
Beachvolleyballerin Laura Ludwig bei ihrer Abschiedsrede: Im Sommer spielen viele Deutsche Beachvolleyball in ihrer Freizeit. (Foto: picture alliance / ABBfoto | -)
Beachvolleyballerin Laura Ludwig bei ihrer Abschiedsrede: Im Sommer spielen viele Deutsche Beachvolleyball in ihrer Freizeit. (Foto: picture alliance / ABBfoto | -)

Im Volleyball ist die Quote mit aktuell 151 Sportunfällen in der Ergo-Statistik um 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Zehnjahrestrend gesunken. Beachvolleyball ist bei vielen Freizeitsportlern im Sommer sehr beliebt. Und Deutschland ist in dieser Disziplin auch international stark. Im August 2024 hat aber die seit Jahrzehnten erfolgreiche Beachvolleyballerin Laura Ludwig ihr Karriereende bekanntgegeben.

Platz 5: Handball mit 213 Unfällen und einem Anteil von 3,2 Prozent
Der deutsche Handballspieler Frank von Behren (links) bei einem Spiel: Im Handball gab es unter Ergo-Versicherten wesentlich weniger Sportunfälle als unter den Fußballern. (Foto: picture alliance / AP Photo | Christof Stiche)
Der deutsche Handballspieler Frank von Behren (links) bei einem Spiel: Im Handball gab es unter Ergo-Versicherten wesentlich weniger Sportunfälle als unter den Fußballern. (Foto: picture alliance / AP Photo | Christof Stache)

Die Zahl der Handballunfälle im Jahr 2023 liegt laut Angaben der Ergo in etwa auf dem gleichen Niveau wie über die vergangenen zehn Jahre. Im Jahr 2023 gab es in Deutschland rund 69 Millionen Personen ab 14 Jahren, denen Handball bekannt war. Davon interessierten sich laut Angaben von Statista rund 7,35 Millionen Personen ganz besonders für diese Sportart.

Platz 4: Reitsport (inklusive Polo) mit 255 Unfällen und einem Anteil von 3,9 Prozent
Reiter, die auf ihren Pferden durch den Wald reiten: Verletzungen von Versicherten im Reitsport kosten Versicherer pro Versichertem knapp 6.900 Euro. (Foto: picture alliance / Werner Kerschbaummayr / fotokerschi / picturedesk.com)
Auf Pferden durch den Wald reiten: Verletzungen von Versicherten im Reitsport kosten Versicherer pro Versichertem knapp 6.900 Euro. (Foto: picture alliance / Werner Kerschbaummayr / fotokerschi / picturedesk.com)

Mit 255 Unfällen landet der Reitsport auf Platz 4 des Ergo-Unfall-Rankings. Die Deutsche Reitvereinigung zählt laut Angaben von Ergo nur gut 800.000 Reiter, die in Deutschland regelmäßig aktiv sind. Knapp doppelt so viele sitzen gelegentlich auf dem Pferd. Für Verletzungen im Reitsport zahlen Versicherer laut Angaben des GDV rund 6.900 Euro pro versicherter Person.

Platz 3: Fahrradfahren mit 651 Unfällen und einem Anteil von 9,8 Prozent
Radfahrer bei einem Radrennen in Cambridge: E-Bikes erhöhen die Sportunfälle bei Radfahrern. (Foto: picture alliance / Zumapress.com | David Tramontan)
Radfahrer bei einem Radrennen in Cambridge: E-Bikes erhöhen die Sportunfälle bei Radfahrern. (Foto: picture alliance / Zumapress.com | David Tramontan)

Auf Platz 3 der Ergo-Statistik landet Fahrradfahren. Diese Freizeitaktivität ist für knapp 10 Prozent aller Sportunfälle der Ergo-Versicherten verantwortlich. Das ist gut 1 Prozentpunkt weniger als der Zehnjahres-Trend. Allerdings gehen die Ergo-Unfallexperten mittelfristig von einer Zunahme von Fahrradunfällen aus. Denn immer mehr Menschen sind mit ihren E-Bikes mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs.

Platz 2: Skisport (auch Skibob) mit 1.045 Unfällen und einem Anteil von 15,8 Prozent
Skifahrer auf einer Skipiste: Laut Angaben des GDV kommt es bei Skiunfällen besonders häufig zu Muskel- und Bänderrissen, Zerrungen und Verrenkungen. (Foto: picture alliance/ Keystone| Gian Ehrenzeller)
Skifahrer auf einer Skipiste: Laut Angaben des GDV kommt es bei Skiunfällen besonders häufig zu Muskel- und Bänderrissen, Zerrungen und Verrenkungen. (Foto: picture alliance/ Keystone| Gian Ehrenzeller)

Mit 15,8 Prozent aller Fälle rangieren Ski- und Rodelbob-Unfälle an zweiter Stelle der Ergo-Statistik. Das entspricht einem Anstieg um 0,7 Prozentpunkte gegenüber dem 10-Jahres-Vergleich. Das ist aus der Sicht der Ergo insofern bemerkenswert, da Skifahren nur auf wenige Wintermonate beschränkt ist. Laut einer GDV-Auswertung passiert jeder fünfte Sportunfall beim Skifahren.

Platz 1: Fußball mit  2.241 Unfällen und einem Anteil von 33,9 Prozent
Junge Amateurfußballer beim Jubeln: Auf dem Fußballfeld passieren die meisten Sportunfälle von Freizeitsportlern. (Foto: picture alliance / Sportfoto Zink / Wolfgang Zink)
Junge Amateurfußballer jubeln: Auf dem Fußballfeld passieren die meisten Sportunfälle von Freizeitsportlern. (Foto: picture alliance / Sportfoto Zink / Wolfgang Zink)

Der Anteil der Sportunfälle beim Fußball ist in der Ergo-Statistik im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte zurückgegangen. Allerdings machen Fußballunfälle mit 33,9 Prozent weiterhin den mit Abstand größten Anteil aller Sportunfälle aus. Und im 10-Jahres-Vergleich ist er 2023 um 1,5 Prozentpunkte gestiegen. Bei den GDV-Zahlen sorgen Fußballverletzungen für ein Drittel aller Sportunfälle.

Autorin

Barbara Bocks ist seit 2011 als Journalistin im Wirtschafts- und Finanzbereich unterwegs. Seit Juli 2024 ist sie als Redakteurin bei der Pfefferminzia Medien GmbH angestellt.

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