Hybrides Arbeiten

Beschäftigte können in Freizeit schwerer abschalten

Der aktuelle Trend zum hybriden Arbeiten steigert die Produktivität von Beschäftigten – aber sie haben auch zunehmend Schwierigkeiten dabei, die Arbeit in ihrer Freizeit hinter sich zu lassen. Das geht aus der Langzeitstudie „Social Health@Work“ der Krankenkasse Barmer und der Universität St. Gallen hervor.
junge unternehmer arbeiten am büro mit stapel von ordnern auf schreibtisch || Modellfreigabe vorhanden
© picture alliance / PantherMedia | Andriy Popov
Beim Arbeiten zu Hause sind viele Menschen zwar produktiver, aber sie können auch schwerer abschalten.

Danach ist seit Mitte des Jahres 2022 der Anteil der Befragten, die sich als produktiv einschätzen, von 57 auf 60 Prozent gestiegen. Im selben Zeitraum ist jedoch die Quote derer, die in ihrer Freizeit richtig abschalten konnten, von 53 auf 47 Prozent gesunken. Zugleich stieg der Anteil der Beschäftigten leicht an, die sich nach der Arbeit emotional erschöpft fühlen (von 23 auf 24 Prozent).

„Hybrides Arbeiten hat Vor- und Nachteile. Es steigert die Flexibilität, lässt aber auch Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen und kann zu Stress und Erschöpfung führen. Deshalb muss mit den neuen Formen des Arbeitens sachgerecht umgegangen werden, damit Beschäftigte langfristig gesund und leistungsfähig bleiben“, sagt Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.

Am stärksten hat die Digitalisierung in den Arbeitsalltag im Bereich Marketing, Werbung, PR und Beratung Einzug gehalten. „In einzelnen Branchen mögen unterschiedliche Arbeitsbedingungen vorherrschen. Alle Unternehmen müssen aber gleichermaßen für Rahmenbedingungen sorgen, die auch in Zukunft ein gesundes und erfolgreiches Arbeiten ermöglichen“, sagt Straub.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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