Lohngefälle

Lücke zwischen Gering- und Gutverdienern wird kleiner

Das Lohngefälle in Deutschland hat ein wenig abgenommen. Der Abstand zwischen niedrigsten und höchsten Einkommen hat sich verringert. Grund dafür ist eine politische Maßnahme.
Reinigungskraft in München: Der erhöhte Mindestlohn sorgte dafür, dass viele niedrige Gehälter stiegen. Zum Beispiel in der Gebäudereinigung
© picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann
Reinigungskraft in München: Der erhöhte Mindestlohn sorgte dafür, dass viele niedrige Gehälter stiegen. Zum Beispiel in der Gebäudereinigung

Geringverdiener in Deutschland holen ein bisschen auf. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, hat sich der Abstand zwischen niedrigen und hohen Löhnen und Gehältern etwas verringert.

Grundlage für die Analyse sind die oberen und unteren 10 Prozent der Lohnskala, jeweils im April 2022 und 2023. Bei einem Stundenverdienst bis 12,25 Euro Brutto zählte man zu den Geringverdienern. Ab 36,48 Euro in der Stunde landete man in der Spitzengruppe. 2022 kamen die Topverdiener noch auf das 3,3-Fache der unteren Löhne. Im April 2023 war es das ziemlich genau Dreifache.

Warum sich die Schere etwas eingeengt hat, liegt am gesetzlichen Mindestlohn. Er stieg im betrachteten Zeitraum von 9,82 auf 12 Euro pro Stunde. Das sorgte dafür, dass der Spitzenwert im niedrigsten Zehntel um mehr als 12 Prozent stieg. Die Untergrenze der Topverdiener stieg dagegen nur um 1,9 Prozent.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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