Unterbringung im Pflegeheim

Eigenanteile erneut gestiegen

Der Eigenanteil für die Pflege im Heim ist erneut gestiegen. Im Schnitt liegt er nun im ersten Jahr der Unterbringung bei 2.411 Euro pro Monat. Für viele Menschen ist das nicht mehr bezahlbar.
© Noxos/Freepik
Die Unterbringung im Pflegeheim ist für viele Menschen kaum noch zu bezahlen.

Im Januar 2023 lag der Eigenanteil im ersten Jahr einer Unterbringung im Pflegeheim bei durchschnittlich 2.411 Euro pro Monat. Das geht aus einer Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen hervorgeht, über die der Versicherer Universa berichtet. Das sind knapp 280 Euro mehr als noch ein Jahr zuvor.

Zwar gewährten die Pflegekassen seit Anfang 2022 einen Leistungszuschlag, der abhängig von der Bezugsdauer stationärer Pflegeleistungen ist. So beträgt er im ersten Jahr 5 Prozent, im zweiten 25 Prozent, im dritten 45 Prozent und ab dem vierten 70 Prozent.

„Allerdings wird der Leistungszuschlag nur für den pflegebedingten Eigenanteil gewährt und nicht für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten“, erklärt Thorsten Heiselbetz, Gruppenleiter der Leistungsabteilung bei der Universa Krankenversicherung. Auch im günstigsten Fall nach vier Jahren betrage der Eigenanteil immer noch im Durchschnitt 1.671 Euro monatlich. „Für viele Pflegebedürftige und deren Angehörige ist dies immer noch zu viel“, so Heiselbetz.

Mit einer Pflegezusatzversicherung lasse sich aber gegensteuern. Sinnvoll sei ein Pflegetagegeld, mit dem sich die monatliche Lücke bedarfsgerecht absichern lasse. Aber auch andere Pflegeergänzungsversicherungen seien interessant.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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