Zum Jahresbeginn 2023 steigt der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) um 0,3 Prozentpunkte (wir berichteten). Der Grund: das Milliardendefizit der Kassen. Deshalb den Anbieter zu wechseln, kommt für 73 Prozent der Deutschen trotzdem nicht infrage. Das zeigt eine Umfrage der Vivida BKK.
Sehr wohl denken die Befragten aber darüber nach, wie sich der Kassenbeitrag reduzieren ließe. So erwarten 78 Prozent, dass ihre Versicherung sie für einen gesunden Lebensstil finanziell belohnt. Und 69 Prozent würden auf Zusatzangebote ihrer Kasse verzichten, wenn dafür die Beitragssätze stabil blieben.
Großen Wert legen die Versicherten zudem auf moderne Kommunikation mit ihrer Kasse. Rund sieben von zehn Befragten erwarten ein umfangreiches digitales Angebot mit App, Online-Geschäftsstelle und Videochat.
„Wir Krankenkassen sind gefordert, verantwortungsvoll mit dem Geld der Versicherten umzugehen und gleichzeitig den veränderten Kundenbedürfnissen Rechnung zu tragen“, liest Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes der Vivida BKK, aus den Studienergebnissen. „Denn wir wollen auch in schwierigen Zeiten der verlässliche Gesundheitspartner an der Seite der Menschen sein.“
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