Zahl der Woche

Jeder zweite Studierende ohne Privathaftpflicht

Mit 45 Prozent hat fast jeder zweite Studierende hierzulande keine Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage anlässlich des „International Students‘ Days“ am 17. November.
Studenten während einer Vorlesung
© pa/dpa | Julian Stratenschulte
Das gut gefüllte Audimax der Universität Hannover: Etwa jeder zweite Studierende hat keine Privathaftpflicht.

Die private Haftpflichtversicherung gehört zu den wohl wichtigsten Policen überhaupt – schützt sie doch im Schadenfall nicht selten vor dem finanziellen Ruin. Insbesondere in jungen Jahren, beispielsweise während des Studiums, trifft das zu. Trotzdem haben 45 Prozent der Studierenden hierzulande keine solche Police abgeschlossen.

Auf der anderen Seite besitzen 42 Prozent der Studierenden eine Privathaftpflicht, und weitere 13 Prozent wissen es nicht genau oder haben keine Angabe gemacht. Das hat das Vergleichsportal Check24 im Rahmen einer Umfrage anlässlich des „International Students‘ Days“ herausgefunden. Dieser ist am 17. November.

„Da vor allem Personenschäden Kosten in Millionenhöhe verursachen können, ist eine Privathaftpflichtversicherung empfehlenswert“, weiß Lorenz Becker, Geschäftsführer Privathaftpflichtversicherung bei Check24. „Auch für sogenannte Mietsachschäden, Schäden am Eigentum von Vermieterinnen und Vermietern, kann eine Versicherung sinnvoll sein. Hierzu zählen beispielsweise kaputte Türen, zerbrochene Waschbecken, zerkratzte Böden oder beschädigte Fenster. Solche Schäden können schnell durch eine kleine Unachtsamkeit entstehen.“

Aber auch in Wohngemeinschaften mache eine private Haftpflichtversicherung Sinn: „Wer in einer WG wohnt, sollte nicht nur selbst eine Privathaftpflichtversicherung abschließen, sondern auch seine Mitbewohnerinnen und Mitbewohner zum Abschluss motivieren“, ergänzt Lorenz Becker. „So bleibt man selbst nicht auf den Kosten sitzen, wenn Mitbewohnerinnen oder Mitbewohner zum Beispiel ein Glas Wasser auf dem eigenen Laptop verschütten oder Schäden in der gemeinsamen Wohnung anrichten.“ Gute Nachrichten für Reise-Fans: Auch Auslandsaufenthalte sind üblicherweise für eine bestimmte Dauer mitversichert.

Bei den Eltern mitversichern oder selbst abschließen

Gut zu wissen: Studierende, die sich direkt nach ihrem Schulabschluss in der Erstausbildung befinden, müssen nicht immer eine neue Police für sich finden. Sie können sich auch über die Privathaftpflicht ihrer Eltern absichern, schreibt Check24 – zumindest sofern zwischen Schulabschluss und Erststudium weniger als zwölf Monate liegen.

Ein Zweit- oder ein berufsbegleitendes Studium erfordere hingegen den Abschluss einer separaten Privathaftpflichtpolice. Für solche Fälle bieten viele Versicherer für Studierende vergünstigte Tarife an. Eine entsprechende Police mit guten Leistungen gibt es laut Check24 bereits „für weniger als 25 Euro im Jahr“.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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Eine Antwort

  1. Was sind „Studierende“? Verschont uns bitte mit diesem lächerlichen Genderstuss. Es heißt immer noch: Studenten. Zumindest bei normaldenkenden

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