Letzter Platz im Berufe-Ranking

Image von Versicherungsvertretern bleibt konstant desolat

Jedes Jahr veröffentlicht der Beamtenbund DBB eine Übersicht mit den angesehensten Berufen in Deutschland – das Ergebnis ist stets das gleiche: Versicherungsvertreter landen zuverlässig auf dem letzten Platz. Ob sich die Zustimmung gegenüber dem Vorjahr geändert hat, erfahren Sie hier.
© picture alliance/dpa | Annette Riedl
Das Image des Versicherungsvertreters bleibt auf dem Tiefpunkt, wie die aktuelle Befragung des Beamtenbundes ermittelte.

Es ist ein Trauerspiel: Der Beruf des Versicherungsvertreters rangiert im Image-Ranking Jahr für Jahr wie einbetoniert auf  dem letzten Platz. Mit einer Zustimmung von nur 8 Prozent in der deutschen Bevölkerung tragen die Vertreter auch diesmal wieder die „rote Laterne“ vor sich her, wie der aktuelle „Monitor Öffentlicher Dienst“ zeigt (siehe Grafik).

Die „Bürgerbefragung öffentlicher Dienst“ wird regelmäßig vom Beamtenbund DBB durchgeführt und listet auf, welche Berufe in Deutschland ein gutes Image bei den Bundesbürgern genießen – und welche nicht. Befragt wurden jeweils 2.006 repräsentativ ausgewählte Bürgerinnen und Bürger zum Ansehen von über 30 ausgewählten Berufsgruppen.

Während Feuerwehrleute in diesem Ranking seit Jahren den ersten Platz abonniert haben – so auch dieses Mal mit einem Zustimmungswert von satten 94 Prozent (plus 1 Prozentpunkt) – erreicht das Berufsbild Versicherungsvertreter(in) mit 8 Prozent nicht einmal einen zweistelligen Wert (was sonst allen anderen Berufsbildern gelang).

Dabei muss man auch dieses Mal wieder betonen, dass in der Umfrage nicht ersichtlich wird, inwieweit hier der/die Versicherungsmakler/in mitgemeint ist – und wie die Deutschen eigentlich über ihren eigenen Finanzberater denken, bei dem sich das vorurteilsbeladene Klischee schnell in Luft auflöst. Sei es drum. Mäßige Spannung kommt da eigentlich nur noch bei der Frage auf, ob die Werte gegenüber dem Vorjahr erneut gefallen sind.

Vertreter-Image konstant desolat

Immerhin: Gefallen ist die Zustimmung gegenüber der Vorjahresbefragung nicht – besser geworden aber auch nicht. Von 2017 bis 2019 sackte der Sympathie-Wert zunächst ab von 11 auf 8 Prozent, wo er nun verharrt.

Nicht viel besser schneiden die Berufsbilder „Mitarbeiter einer Werbeagentur“ (10 Prozent), „Mitarbeiter einer Telefongesellschaft“ (13 Prozent) und Politiker (22 Prozent) ab. Ein ebenfalls überschaubares Ansehen haben Bankangestellte (24 Prozent), Steuerbeamte (25 Prozent) und Gewerkschaftsfunktionäre (27 Prozent).

Hinter den erstplatzierten Feuerwehrleuten (94 Prozent) folgen die Berufsbilder Krankenpfleger/in (89 Prozent), Arzt/Ärztin (88 Prozent) sowie Altenpfleger/in (87 Prozent). Auch Polizeibeamte (85 Prozent) und Erzieherinnen/Erzieher im Kindergarten oder der Kita (81 Prozent) genießen eine hohe Anerkennung.

Quelle: Deutscher Beamtenbund

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Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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