Das Wichtigste im Leben der deutschen Beschäftigten ist Gesundheit. Dann kommen Familie und Freunde, und erst an dritter Stelle folgt finanzielle Sicherheit, also: Geld. Das ergibt eine Umfrage des Meinungsinstituts Forsa im Auftrag der Gothaer Finanzholding, bei der 1.004 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahren zu Wort kamen.
Wie die folgende Grafik zeigt, liegt der Aspekt Gesundheit als Kernziel für 84 Prozent der Befragten weit vorn. Bei Frauen (87 Prozent) übrigens noch weiter als bei Männern (81 Prozent). Interessant ist auch, dass sich nur ein Prozent um den eigenen Status in der Gesellschaft sorgt, zumindest nach eigenen Angaben.

Ein anderer Punkt in der Umfrage könnte Hinweise enthalten, warum die Lebenserwartungen zwischen Frauen und Männern noch immer unterschiedlich hoch sind. Denn 66 Prozent der Frauen achten darauf, sich gesund zu ernähren, und 62 Prozent gehen regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen. Von den Männern sagen das nur 46 beziehungsweise 42 Prozent. Wie sich die Befragten geschlechterübergreifend im Durchschnitt gesund zu halten versuchen, zeigt die nächste Grafik.

Doch Forsa fragte auch Dinge ab, die sich Versicherer und Arbeitgeber mal ansehen sollten. Dass an vierter Stelle der wichtigsten Aspekte im Leben ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben („Work-Life-Balance“) steht, fällt schon in der Eingangsfrage auf.
Seite 2: Die Deutschen fordern eine Menge von Krankenversicherungen
Direkt danach gefragt, was eine Krankenversicherung bieten sollte, prasseln die Antworten regelrecht. Mit bemerkenswert hoher Zustimmung verlangen die Befragten schnelle Termine bei Fachärzten (96 Prozent), umfangreiche Vorsorgeuntersuchungen (89 Prozent, und zumindest die Frauen gehen ja da auch hin) und grundsätzliche Zahnbehandlung, ohne selbst etwas zuschießen zu müssen (84 Prozent). Die weiteren Wünsche zeigt die Grafik.

Doch schon bei der nächsten Frage sinken die Werte wieder kräftig, denn nun geht es darum, was Arbeitgeber für die Gesundheit ihrer Leute tun. Immerhin bieten 37 Prozent Möglichkeiten für Sport und Bewegung. 26 Prozent lassen ihre Angestellten ergonomisch beraten, und 23 Prozent helfen dabei, Stress überschaubar zu halten. Geht es danach, was sich Angestellte zusätzlich wünschen, würden Arbeitgeber mehr Stressvorsorge anbieten, ebenso wie Essen und Trinken, zum Beispiel in Kantinen.

Allerdings fällt in der Grafik auch ins Auge, was nicht ganz so erforderlich ist. So legen 78 Prozent keinen Wert darauf, dass sie ihr Arbeitgeber über gesunde Ernährung unterrichtet. Und sogar 80 Prozent haben keine betriebliche Krankenversicherung (bKV) oder wollen keine.
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