Trotz Angst vor Altersarmut

Jede zweite Frau sorgt nicht privat vor

Einer Studie zufolge sorgt nur jede zweite Frau in Deutschland privat für ihren Ruhestand vor. Und das, obwohl die Mehrheit von ihnen davon ausgeht, dass die gesetzliche Rente später einmal nicht ausreichen wird. Ein großes Problem: Viele Frauen vertrauen Finanzberatern nicht.
Eine Mutter mit Kind im Urlaub
© picture alliance / Kirchner-Media | Christopher Neundorf
Eine Mutter mit Kind im Urlaub: Frauen bekommen im Schnitt weniger gesetzliche Rente als Männer.

Mit 64 Prozent geht die Mehrheit der Frauen hierzulande davon aus, dass ihre gesetzliche Rente im Alter nicht ausreichen wird, um über die Runden zu kommen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Finanzberaters „Valuniq“. Eine private Altersvorsorge haben trotzdem nur 48 Prozent abgeschlossen.

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Erhebungen der Deutschen Rentenversicherung zufolge bekommen Frauen bis zu 400 Euro gesetzliche Rente weniger im Monat. Die Ursachen sind bekannt: Frauen unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit, um Kinder zu betreuen, arbeiten häufiger in Teilzeit und verdienen oft schlichtweg weniger als Männer. Die zwingende Folge: Frauen zahlen weniger in die Rentenkasse ein – und müssten deshalb im Idealfall auch verstärkt privat vorsorgen.

Und selbst wenn sie das Vorsorgeruder bereits selbst in die Hand nehmen, investieren Frauen laut der Valuniq-Studie weniger Geld als Männer. Im Schnitt sind es 218 Euro im Monat. Zum Vergleich: Bei Männern sind es durchschnittlich 402 Euro im Monat. Immerhin: Würden externe Faktoren wie ein höheres Monatsgehalt sich verbessern, wären 71 Prozent der befragten Frauen bereit, durchschnittlich 365 Euro monatlich in die private Altersvorsorge zu stecken.

Vertrauen in Berater ist ausbaufähig

Luft nach oben besteht auch auf Beraterseite. Denn: Die Hälfte der befragten Frauen hat kein oder nur geringes Vertrauen in unabhängige Finanzdienstleister. Erfahrungen mit unabhängigen Finanzberatern haben 58 Prozent der Frauen; 21 Prozent waren mehrmals mit den Beratern in Kontakt, 37 Prozent nur einmal.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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