Laut Umfrage

Jeder Fünfte ohne Privathaftpflicht

Die private Haftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Policen überhaupt – denn im Schadenfall schützt sie nicht selten vor dem finanziellen Ruin. Trotzdem fehlt nach wie vor jedem Fünften dieser wichtige Schutz, wie eine Umfrage zeigt.
© picture alliance / dpa-tmn | Christin Klose
Eine Frau hält ein Smartphone mit gesprungenem Display in der Hand: Eine Privathaftpflicht übernimmt die Schäden Dritter.

Jeder fünfte Deutsche (19,5 Prozent) hat keine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Check24 ergeben. Auf der anderen Seite gab mit 75,6 Prozent immerhin die Mehrheit an, diesen wichtigen Schutz zu haben, weitere 4,9 Prozent wussten es nicht genau oder machten keine Angabe.

Ferner zeigt die Umfrage, dass 39 Prozent derjenigen, die privat haftpflichtversichert sind, ihren Anbieter in der Vergangenheit schon einmal gewechselt zu haben. Bei 36 Prozent davon liegt der Wechsel bereits über fünf Jahre zurück, bei weiteren 21 Prozent sind mindestens drei Jahre vergangen.

In den Augen von Lorenz Becker, Privathaftpflichtexperte bei Check24, ist genau das jedoch problematisch. „Insbesondere ältere Haftpflichtversicherungen haben häufig zu geringe Deckungssummen und wichtige Leistungen wie die Ausfalldeckung nicht inkludiert“, erklärt er. Versicherte sollten daher regelmäßig ihren Versicherungsschutz überprüfen, so Becker weiter. „Neue Tarife bieten umfassenderen Schutz, mehr Zusatzleistungen und sind meist günstiger als ältere Verträge.“

Was eine Privathaftpflicht können muss

Eine leistungsstarke Privathaftpflicht mit 10 Millionen Euro Deckungssumme und ohne Selbstbeteiligung gibt es laut Check24 für Singles ab 29,16 Euro und für Familien ab 40,80 Euro jährlich.

Neben einer ausreichend hohen Deckungssumme seien jedoch auch bestimmte Zusatzleistungen sinnvoll, schreibt das Vergleichsportal weiter; dazu gehöre unter anderem die sogenannte Forderungsausfalldeckung. Diese sorge dafür, dass der Versicherer auch für Schäden durch Dritte aufkomme, falls diese nicht selbst zahlen können. Außerdem wichtig: die Absicherung deliktunfähiger Kinder (mit diesem Thema haben wir uns kürzlich etwas genauer befasst).

Für Mieter in einem Mehrfamilienhaus ist laut Check24 außerdem die Versicherung eines Schlüsselverlusts sinnvoll. Im Schadenfall trage die Versicherung hier die Kosten für das Auswechseln der gesamten Schließanlage sowie bei Bedarf die vorübergehende Bewachung des Gebäudes.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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