Wegen Betrugs in 15 Fällen

Finanzberater zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt

Ein Finanzberater aus Baden-Württemberg ist einem Medienbericht zufolge kürzlich zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Der Grund: In 15 Fällen betrog er Kunden und ergaunerte sich so eine Geldsumme von mehr als 170.000 Euro. Hier kommen die Details.
© picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopres
Eine Statue der Justitia: Im vorliegenden Fall wurde ein Finanzvermittler wegen Betrugs in 15 Fällen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
Was ist geschehen?

In der Zeit zwischen 2017 und 2019 macht ein Finanzvermittler aus dem Enzkreis in Baden-Württemberg seinen Kundinnen und Kunden – es sind überwiegend Frauen – ein besonderes Angebot: eine Festgeldanlage mit einem Zins in Höhe von 3 Prozent und einer jährlichen Kapitalausschüttung von 10 Prozent.

In 15 Fällen kommt es laut einem Bericht der Pforzheimer Zeitung zum Deal. Doch das versprochene Anlageziel haben die Beträge zwischen 5.000 und 50.000 Euro nie erreicht. Stattdessen habe der Vermittler sich über die Jahre mehr als 170.000 Euro selbst in die Tasche gesteckt. Sein Glück sei jedoch nur von kurzer Dauer gewesen – und der Betrug aufgefallen. Um nicht in Geldnot zu gelangen, habe er selbst dann auch noch eine Unterschrift gefälscht. Schlussendlich landete der Fall vor Gericht.  

Das Urteil

Während der Verhandlung sei der Mann der Zeitung zufolge von Anfang an geständig gewesen. Er habe erklärt, dass er bereits begonnen habe, das Geld in monatlichen Raten von 1.600 Euro an seine Gläubiger zurückzuzahlen. Auch habe er sich bei allen persönlich entschuldigt. „Es tut mir wahnsinnig leid, dass ich die Gläubiger in ihrem Vertrauen erschüttert und mich in eine Situation gebracht habe, die mich noch lange verfolgen wird“, soll er laut dem Zeitungsbericht im Gerichtssaal noch einmal betont haben.

Sein umfangreiches Geständnis habe den Richtern aufwendige Zeugenbefragungen erspart. Sie verurteilten ihn laut der Pforzheimer Zeitung zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe. Aber: „Wenn die Zahlungen eingestellt werden, dann wird die Berufung widerrufen“, zitiert die Zeitung den Richter. Der Mann arbeite mittlerweile wieder als Handelsvertreter – jedoch in einem anderen Bereich.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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