Nach Schweizer Vorbild

Allianz-Chef Bäte spricht sich für Reform der Krankenversicherung aus

Wenn es nach Allianz-Chef Oliver Bäte geht, dann sollte in der Krankenversicherung ein stärkerer Fokus auf dem Thema Eigenverantwortung liegen. „Wir müssen weg von dem Prinzip, dass die Gemeinschaft zahlt, wenn sich Einzelne falsch ernähren oder riskante Sportarten treiben“, sagte er kürzlich. Denkbar sei ein Gesundheitssystem nach Schweizer Vorbild.
© picture alliance / SvenSimon | FrankHoermann/SVEN SIMON
Ist Vorstandsvorsitzender der Allianz: Oliver Bäte.

Wenn es um die Gesundheit und die Krankenversicherung geht, sollte nach der Meinung von Allianz-Chef Oliver Bäte jeder seines eigenen Glückes Schmied sein. „Wir müssen weg von dem Prinzip, dass die Gemeinschaft zahlt, wenn sich Einzelne falsch ernähren oder riskante Sportarten treiben“, sagte er kürzlich gegenüber dem „Handelsblatt“. Ähnlich sehe er das auch in Bezug auf Menschen, die sich bewusst gegen eine Impfung gegen Corona entschieden.

Mehr zum Thema

80 Prozent der Deutschen sehen Reformbedarf im Gesundheitssystem

70 Prozent der Menschen in Deutschland sehen stellenweise Reformbedarf im Gesundheitswesen. Weitere 10 Prozent möchten…

Impfschäden nach Corona-Schutzimpfung – diese Unfallversicherer leisten

Die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Firmen Biontech und Pfizer durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA wird…

Diese gesetzlichen Krankenversicherer überzeugen im Qualitätscheck

Gesetzliche Krankenversicherer schneiden insgesamt bei Leistungen, Konditionen und Service gut ab, wie eine Studie des…

„Auch halte ich es für falsch, dass die Gemeinschaft zahlt, wenn sich Einzelne nicht impfen lassen“, so Bäte. In diesem Zusammenhang schlug er ein Gesundheitssystem nach Schweizer Vorbild vor. Denn die Schweiz hat in der Krankenversicherung unter anderem Selbstbehalte eingeführt, wenn Vorsorgeuntersuchungen nicht durchgeführt werden oder sich jemand gegen eine Covid-19-Impfung entscheidet.

„Über solche Instrumente müssen wir als alternde Gesellschaft diskutieren, sonst kollabiert das System“, so Bäte gegenüber dem „Handelsblatt“ weiter. Das Solidarsystem in der bisherigen Form, bei dem die Gemeinschaft der Gesunden die Kranken stützt, wolle er jedoch nicht abschaffen.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia