Im vergangenen Jahr kauften die Mitglieder des Bundesverbands Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) Kapitallebens- und Rentenversicherungen im Wert von 290 Millionen Euro. Das waren 50 Millionen und damit 20 Prozent mehr als im Vorjahr.
„Der Zweitmarkt für Lebensversicherungen ist im Aufwind. Im Verhältnis zu vergangenen Jahren gibt es jetzt deutlich mehr Bewegung am Markt“, sagt Ingo Wichelhaus, BVZL-Vorstand National, angesichts dieser Entwicklung. „Die Corona-Krise trägt natürlich dazu bei, dass sich mehr Menschen von ihren Policen trennen wollen, allerdings zeigen die aktuellen Zahlen auch, dass die Policenverkäufer sich offenbar genauer informieren. Sie wählen statt der Vertragskündigung den lukrativeren Verkauf, wo sie immerhin 3 bis 5 Prozent mehr Geld erhalten.“
Policen-Inhaber konnten noch nie mit so hoher Wahrscheinlichkeit einen Vertrag am Zweitmarkt verkaufen wie jetzt, zeigt eine aktuelle Umfrage unter den Mitgliedern des BVZL. Dabei seien die Ankaufspreise trotz des deutlich größeren Angebots sogar gestiegen. „Zudem können wir feststellen, dass der Verkaufsprozess im Allgemeinen reibungslos und effizient abläuft“, bemerkt Wichelhaus.
Bereits seit über 20 Jahren können Kunden ihre Lebensversicherung verkaufen, anstatt sie zu kündigen. Klaus Mutschler setzte die Idee für diesen sogenannten Zweitmarkt in Deutschland im Jahr 1999 um. „Mutschler erkannte damals die Chance, die die Verträge als Investment versprachen, und gründete erstmals ein Unternehmen für den Ankauf von Lebensversicherungen“, berichtet Marcus Simon, der einige Monate später dazu stieß und das Unternehmen ausbaute.
„Um den Qualitätsstandard hoch zu halten, wurde im Jahr 2004 der Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) ins Leben gerufen“, berichtet Simon, heute Vorstand der zur Mutschler-Gruppe gehörenden Winninger AG in Hamburg. Insbesondere seien Aufnahmekriterien für Mitglieder aufgestellt worden. Dazu zählt etwa, dass das Angebot zum Ankauf kostenlos ist und keine Gebühren für die Abwicklung erhoben werden. Zudem erfolgt die Auszahlung in einer Summe, der ausgezahlte Kaufpreis ist immer höher als der Rückkaufswert und der Todesfallschutz bleibt bestehen.
„Alle seriösen Anbieter sind Mitglieder im BVZL“, betont Simon. „Allerdings gibt es Unterschiede im jeweiligen Geschäftsmodell. Manche Anbieter verkaufen die Policen weiter und andere, wie die Winninger AG, treten als Investor auf und sehen die Policen als attraktive Kapitalanlage.“
Wichtig dabei sei, dass Winninger die Versicherungsverträge weiterführt und dadurch den Versicherungsschutz aufrechterhält. Bei Tod der versicherten Person zahlt Winninger nachträglich an die Hinterbliebenen eine Summe aus, die sich aus der Todesfallleistung des Versicherers abzüglich der Kosten des Käufers ergibt.
Schnell und unkompliziert funktioniert die Abwicklung. Im Jahr 2016 führte Winninger ein Online-Ankaufsverfahren für den Verkauf der Lebensversicherungen ein. „Der Makler kann diesen Online-Prozess auf seiner Homepage einbinden und seinen Kunden diesen Service damit zur Verfügung stellen“, erklärt Marcus Simon. Selbstverständlich sind auch eine telefonische Kontaktaufnahme und Beratung möglich. Grundsätzlich genügen zunächst wenige Werte, um ein Angebot zu erstellen. Sollten diese Informationen beim Versicherungsnehmer oder dem Vermittler gar nicht vorliegen, kann Winninger sie mit einer Auskunftsvollmacht beim Versicherer anfordern und auf dieser Grundlage ein Angebot unterbreiten (Concierge-Service).
Der gesamte Prozess vom Angebot bis zur Auszahlung dauert in der Regel drei bis vier Wochen, kann aber auch deutlich schneller abgewickelt werden. „Bei der Funktion über das Online-Angebot erhalten Interessenten das Angebot sofort. Auf den anderen Wegen benötigen wir in der Regel ein bis zwei Tage“, beschreibt Simon den Ablauf.
„Nachdem der Zweitmarkt in der Finanzkrise ziemlich an Bedeutung verloren hatte, nimmt er jetzt wieder Fahrt auf und wächst“, stellt Simon fest. „Wir halten mittlerweile wieder ein Lebensversicherungsportfolio von mehr als 300 Millionen Euro, erworben von etwa 6.000 Kunden. Unsere Kunden informieren sich zunehmend über Alternativen zur Kündigung und der Policen-Verkauf lohnt sich demgegenüber immer.“
Adresse: Wendenstraße 1A, 20097 Hamburg
Gründung: 2016
Vorstand: Dr. Marcus Simon, Walter Esperschidt
Internet: www.winninger.de
E-Mail: ed.regninniwobfsctd-53a22e@ecivres
Telefon: 0800-1000 356 oder (040) 822 193 670
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