Die Kosten der stationären Krankenhausversorgung in Deutschland sind im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr auf rund 98,8 Milliarden Euro gestiegen. Das sind um 5,7 Prozent mehr als im Jahr 2018 (93,5 Milliarden Euro). Umgerechnet auf die rund 19,4 Millionen vollstationär im Krankenhaus behandelten Patientinnen und Patienten lagen die Kosten je Fall danach 5.088 Euro im Schnitt. Auch das entspricht einem Plus – und zwar von 5,5 Prozent gegenüber 2018 (4.823 Euro).
Das geht aus aktuellen Zahlen der Statistisches Bundesamts (Destatis) hervor. Im Fünfjahresvergleich legten die Krankenhauskosten danach um 18,8 Milliarden Euro oder knapp ein Viertel (plus 23,5 Prozent) zu. Die Behandlungskosten je Fall stiegen in diesem Zeitraum um 912 Euro (plus 21,9 Prozent; 2014: 4 176 Euro).
Im Ländervergleich führt Hamburg die Liste an. Hier sind die durchschnittlichen stationären Kosten je Fall am höchsten, die liegen bei 6.146 Euro. Am günstigsten ist ein Krankenhausaufenthalt mit durchschnittlich 4.679 Euro aktuell in Thüringen. Diese regionalen Unterschiede würden vom Versorgungsangebot sowie von der Art und Schwere der behandelten Erkrankungen beeinflusst, erklären die Bundesstatistiker. Am deutlichsten stiegen die stationären Kosten je Fall im Vergleich zu 2018 in Bremen mit plus 12,6 Prozent. In Rheinland-Pfalz gab es mit plus 3,8 Prozent den geringsten Anstieg.
Zusammen mit den Ausgaben für nichtstationäre Leistungen (zum Beispiel für Ambulanz, wissenschaftliche Forschung und Lehre) in Höhe von 16,3 Milliarden Euro beliefen sich die Gesamtkosten der Krankenhäuser im Jahr 2019 auf 115,1 Milliarden Euro (2018: 108,9 Milliarden Euro). Sie setzten sich im Wesentlichen aus den Personalkosten von 70,3 Milliarden Euro (plus 5,7 Prozent gegenüber 2018) und den Sachkosten von 43,1 Milliarden Euro (plus 5,6 Prozent) zusammen.
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