Bundestagswahl 2021

Mehrheit der Bürger erwartet keinen Rentenwahlkampf

Im September dieses Jahres ist Bundestagswahl. Wird das Thema Rente im Wahlkampf eine entscheidende Rolle spielen? Eher nicht, meinen die Bundesbürger einer aktuellen Umfrage zufolge. Auch innovative Reformen sehen die Befragten nicht am Horizont.
© picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
Eine Frau gibt ihren Stimmzettel ab: In ein paar Monaten ist Bundestagswahl – das Thema Rente wird dabei keine allzu große Rolle spiele, erwarten die Bürgerinnen und Bürger.

44 Prozent der Deutschen gehen nicht davon aus, dass die Rente ein vorherrschendes Thema im diesjährigen Bundestagswahlkampf sein wird. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1.501 Deutschen von INSA Consulere im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Nur 34 Prozent der Befragten meinen danach, dass die Rente zu einem dominierenden Wahlkampfthema wird.

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Etwas anders fallen die Erwartungen an die Innovationskraft der Parteien auf dem Gebiet der Rentenpolitik aus. In der Frage, ob die Parteien in diesem Jahr Reformkonzepte entwickeln werden, die deutlich weiter gehen als in der zurückliegenden Legislaturperiode, sind die Befragten gespalten: Während 38 Prozent sich das durchaus vorstellen können, sagen 35 Prozent, dass es nicht dazu kommen wird. Nur unter den Älteren ab 60 Jahren ist die Hoffnung auf weiterreichende Reformkonzepte erkennbar größer. In dieser Altersgruppe glauben 45 Prozent, dass die Parteien mit solchen Vorschlägen antreten werden.

Ein klares Signal lieferte die Erhebung auf die Frage, in welcher Sparte der größte Reformbedarf von den Wählern verortet wird. Nach Ansicht von 66 Prozent ist der Handlungsdruck in der gesetzlichen Rentenversicherung am stärksten. 8 Prozent sehen den größten Reformbedarf in der privaten Altersvorsorge, 5 Prozent in der betrieblichen Altersversorgung. 5 Prozent der Umfrageteilnehmer finden, dass es in keiner der drei Sparten Anlass zu Reformen gibt.

Wenig schmeichelhaft für die Parteien sind die Kompetenzzuschreibungen für die Rentenpolitik. 28 Prozent der Umfrageteilnehmer gestehen keiner der sechs aktuell im Bundestag vertretenen Parteien eine besonders große Kompetenz auf dem Gebiet der Rentenpolitik zu. Nennenswerte Kompetenzwerte erhalten nur zwei Parteien: Knapp ein Fünftel (18 Prozent) der Befragten bescheinigte der Union die größte Rentenkompetenz, 14 Prozent der SPD.

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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